Das junge Unternehmen setzt auf eine Jobvermittlung via Netzwerk. Die Investoren glauben daran: 1,8 Millionen Euro sammelt das Start-up jetzt ein.

Lesara, Outfittery oder Jodel: Diese drei Digital-Unternehmen sind bereits unter den Kunden des Berliner Start-ups MoBerries. Die drei Gründer Mo Moubarak, Terence Hielscher und Andre Zayarni arbeiten an einem Unternehmensnetzwerk, in dem aktiv suchende Kandidaten an Unternehmen weiterempfohlen werden.

An das Modell glauben die Investoren: Nach einer Seed-Finanzierung im vergangenen Jahr verkündet MoBerries jetzt eine neue abgeschlossene Runde über 1,8 Millionen Euro. Das Geld stammt von der Venture-Capital-Firma 42cap, dem High-Tech Gründerfonds (HTGF)  sowie einer Vielzahl von Hedgefonds-Managern und Business Angels. Das neue Kapital soll dazu dienen, die hauseigene Technologie weiterzuentwickeln und die Internationalisierung einzuleiten.

Das Start-up will sich über ein Abo-Modell finanzieren: Für einen Monatsbeitrag von mindestens 400 Euro für Start-ups und 1000 Euro für Unternehmen erhalten Firmen Zugang zu dem Netzwerk. Eine Provision für eine erfolgreiche Vermittlung entfällt dagegen. Unter anderem das “faire Preismodell” des Start-ups lobt Chiara Sommer, zuständige Investment-Managerin beim HTGF.

Künstliche Intelligenz soll dabei helfen, dass den Mitgliedsunternehmen besonders gut passende Kandidaten vorgeschlagen werden. Nach einer ersten Testphase mit zahlreichen Digital-Firmen hat sich MoBerries Anfang des Jahres dem Markt geöffnet – nach eigener Aussage nutzen aktuell 250 Unternehmen aus Deutschland das Modell.