Die Payfriendz-Gründer Volker Breuer und Andreas Rührig wollen Überweisungen so einfach machen, wie das Verschicken von Textnachrichten.

Vor allem kleine Beträge wie Restaurantschulden bei Freunden sollen so mit dem Smartphone beglichen werden. Payfriendz setzt dabei auf ein Prepaid-System, bei dem die Nutzer keine Bankkontodaten hinterlegen müssen. Das Geld kann dann an andere Nutzer der App geschickt werden. Die Anwendung ist grundsätzlich kostenlos. Nur wer in fremden Währungen Geld versendet, muss ein Prozent Gebühr zahlen. Zum Start können Nutzer nur zwischen Euro und britischen Pfund wählen, bis Jahresende sollen Dollar und Yen folgen. Zudem kann die App als virtuelle MasterCard-Kreditkarte genutzt werden.

Doch die Konkurrenz ist stark: Lendstar, Steep oder Cringle bieten ähnliche Dienste. Und parallel zum Start von Payfriendz schaffte PayPal die Gebühr für die Geldversendefunktion in der eigenen App ab. Trotzdem peilt Breuer in Deutschland und Großbritannien bis Jahresende je 100.000 registrierte Nutzer an. „Wenn große Player den Markt bereiten, können wir davon nur profitieren“, sagt er. Finanzieren soll sich Payfriendz über die Wechselkursgebühr und Provisionen bei der virtuellen Kreditkarte. Zusätzliche Einnahmen soll künftig die Verknüpfung mit Amazon-Wunschzetteln bringen.