Im Elevator Pitch der WirtschaftsWoche wollen die Gründer von Mimi Hearing Technologies überzeugen – mit einer App für Menschen, die nicht perfekt hören.

Eine halbe Minute mit der deutschen Investorenlegende Oliver Samwer im Fahrstuhl: Wie lautet euer Elevator Pitch?
In Deutschland leben Millionen Menschen, die nicht mehr perfekt hören – aber die wenigsten tun was dagegen. Weil es ihnen nicht bewusst oder unangenehm ist. Unsere App passt die Klänge ans individuelle Hörvermögen an und ermöglicht so wieder perfekte Musikerlebnisse. Wir holen Hören aus der Gesundheitsecke und machen es zum Lifestylethema. Wer schlecht sieht, schaut ja auch nicht ohne Brille fern.

Wie seid ihr auf die Idee gekommen?
Philipp Skribanowitz, einer unserer Gründer, hat in einer Berliner Gründerschmiede Trends erforscht. Einer ist Hören. Er stieß auf den Sound-Algorithmus von Nick Clark. Der forschte in England an Software, um Hörfehler auszugleichen. 2014 haben sie Mimi gemeinsam gegründet.

Wann ging euch zuletzt das Geld aus?
Nie. Wir sind sparsam und gut finanziert.

Werdet ihr jemals Geld verdienen?
In zwei Jahren sollte das klappen. Wir verkaufen unsere Software schon jetzt – unter anderem an einen Kopfhörerhersteller, eine Versicherung und mehrere Streamingdienste.

Eure Kultur ist:
a) perfektionistisch wie bei Apple
b) nerdig wie bei Google
c) gnadenlos wie bei Uber
d) …
… holokratisch: Bei uns ist die Macht verteilt. Jeder ist Chef seines aktuellen Projektes.

Wie sieht es mit Vielfalt in eurem Unternehmen aus?
Wir sind bunt gemischt bei Geschlechtern und Herkunft. Toller Sound lockt nicht nur Nerds.

Wo steht ihr in fünf Jahren?
Dann liefert Mimi in Audiogeräten – vom Kopfhörer bis zum Autoradio – den perfekten persönlichen Sound.

Fakten zum Start-up:

Gründung: 2014
Mitarbeiter 35
Zahl der Kunden: mehrere Unternehmen als Lizenznehmer, mehr als eine Million Downloads der Hörtest-App
Finanzierung: etwa fünf Millionen Euro von Investoren