Auch als Start-up-Finanzierer will der Ex-Tennis-Profi große Siege feiern. Welche Tipps er Gründern mit auf den Weg gibt, erklärt er im Interview.

Schluss mit Tennisturnieren und Showmatches: Ex-Wimbledon-Sieger Michael Stich hat sich zwei Jahrzehnte nach dem Ende seiner Sportkarriere als Unternehmer breit aufgestellt. Neben seiner Eventagentur HSE arbeitet er als Berater für Führungskräfte, betreibt eine Stiftung und hält Vorträge. Start-ups steht er als Investor nahe und auch mit der Firmengründung hat er Erfahrung: Bis 2007 hat er als Vorstand das Hanseatic Rückenzentrum mitaufgebaut, jetzt sitzt er dort im Aufsichtsrat.

Stich wird im Oktober 50 Jahre alt – und muss sich gleichzeitig beruflich wieder neu orientieren. Denn zehn Jahre nach seinem Einstand als Turnierdirektor am Hamburger Rothenbaum wurde ihm die Lizenz entzogen. Im Interview mit WirtschaftsWoche Gründer erklärt der Ex-Tennis-Profi, welche Veränderungen für ihn anstehen und welche Erfahrungen er an Gründer weitergeben will.

Herr Stich, konzentrieren Sie sich ab jetzt ganz auf Ihre Tätigkeit als Investor?
Konkret plane ich derzeit kein neues Investment. Aber vielleicht werde ich ja beim Seven Ventures Pitch Day motiviert, wo ich mit in der Jury sitze. In drei Firmen habe ich bereits investiert, unter anderem in den Wiesbadener Verlag Stiftungsführer und das Rückenzentrum am Michel. Von den drei Firmen entwickeln sich zwei ganz ordentlich, eine dagegen nicht so gut.

Mit dem Tennisturnier am Hamburger Rothenbaum bricht das wichtigste Geschäftsfeld für Ihre Eventagentur HSE weg. Wie geht es mit der Firma weiter?
Mit der Agentur planen wir ein neues Event. Da gibt es für uns viele Chancen, aber Details kommunizieren wir noch nicht. Ich will mich nicht direkt mit neuen Projekten verzetteln. Jetzt möchte ich das eine Kapitel erstmal abschließen. Nach meinem Urlaub ist ab September der Kopf dann wieder frei.

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