1,7 Millionen Euro garantieren professionelle Investoren dem Spielzeug-Versender. Ein Drittel davon soll aber in der Crowd gesammelt werden.

Spielerisch leicht war der Weg nicht: „Es gab auch harte Zeiten im vergangenen Jahr“, räumt Florian Metz, Mitgründer von Meine Spielzeugkiste, in einem Video ein. In letzter Sekunde sei ein Deal mit einem Media-Investor geplatzt, danach musste das Start-up sich in vielen Bereichen neu sortieren. Jetzt setzt Meine Spielzeugkiste auf ein ungewöhnliches Modell, mit dem insgesamt mindestens 1,75 Millionen Euro für das weitere Wachstum zusammenkommen.

In einem ersten Schritt stecken der neue Geldgeber Bonventure 900 000 Euro und die bestehenden Investoren 250 000 Euro in das junge Unternehmen. Weitere 600 000 Euro sollen in den kommenden zwei Monaten auf der Crowdfunding-Plattform Companisto eingesammelt werden. Lassen sich in der Zeit jedoch nicht ausreichend viele Privatinvestoren begeistern, stocken die bisherigen Geldgeber ihre Summe bis zum Zielbetrag auf. Ist die Begeisterung der Kleinanleger groß , könnten am Ende maximal 2,15 Millionen Euro stehen. Zu den bisherigen Gesellschaftern des Unternehmens gehören Frank Thelen, der in der Fernsehsendung „Die Höhle der Löwen“ investierte, sowie Jan Hinrichs und ProSiebenSat1.

Meine Spielzeugkiste bietet ein Abo-Modell für Spielzeug an – die Kunden können Brettspiele und Feuerwehrautos nach einer Zeit zurückschicken und erhalten dann neues Spielzeug. Laut den Crowdfunding-Unterlagen hat das Unternehmen aktuell etwa mehr als 3500 Abonnenten. Das ehrgeizige Ziel: 20 000 Kunden bis Ende des kommenden Jahres. Der Umsatz hat sich indes im vergangenen Jahr auf knapp 750 000 Euro verdoppelt. „Wir glauben an das enorme Potenzial und den gesellschaftlichen Nutzen von Sharing-Modellen“, sagt Erwin Stahl, Geschäftsführer des neuen Investors Bonventure. Mitgründer Metz blickt zuversichtlich in die Zukunft: „Die Krise hat uns stärker gemacht.“