Der Berliner Online-Catering-Service erhält frisches Kapital  – und will nach 120 deutschen Städten nun auch in weitere Länder expandieren.

Die Idee zu der Gründung eines eigenen Unternehmens hatte Jens Basenach als er für seinen ehemaligen Arbeitgeber Movinga als Head of Sales tätig war: „Als ich dort für die 80 Vertriebsmitarbeiter ein Catering bestellen wollte, war es trotz intensiver Recherche nicht möglich kurzfristig einen Caterer zu finden. Es kam mir fast verrückt vor, dass diese trotz intensiver Bemühungen eine Vorlaufzeit von mehreren Tagen benötigten. Der Catering-Markt ist tatsächlich einer der letzten großen Märkte, der noch nicht digitalisiert ist, insbesondere im B2C-Bereich”, erklärt Basenbach. “Mit 14.000 Unternehmen in Deutschland ist er sehr intransparent und bietet keine Standards. Als Kunde wusste ich nie, was ich erwarten kann. Das Catering wurde zum Überraschungspaket.”

Einstellung von 30 neuen Mitarbeitern geplant

Nach diesem Erlebnis war der Online-Catering-Service Mein-Wunschcatering.de geboren – und Jens Basenach verließ Movinga, um sich im Mai 2017 selbstständig zu machen. Erfolgreich: Nach einem ersten Investment im Frühsommer dieses Jahres, hat das Start-up nun eine Pre-Seed-Finanzierung in hoher sechsstelliger Höhe abgeschlossen. Zur genauen Summe wollte sich Jens Basenach auf Nachfrage von WirtschaftsWoche Gründer nicht äußern.

Zu den Geldgebern gehören b10 | Venture Capital und  – zum zweiten Mal – 10x Value Partners. Das frische Kapital soll in die Internationalisierung fließen. Aus strategischen Gründen macht Basenach aktuell keine genaueren Angaben wohin es für sein Unternehmen gehen soll. In den kommenden Monaten sollen auch hierzulande neue Standorte hinzu kommen. „Im Zuge dessen planen wir im kommenden Jahr 30 weitere Mitarbeiter einzustellen“, so Jens Basenach.

Umsatz von 15 Millionen Euro im kommenden JAhr geplant

Aktuell ist Mein-Wunschcatering in 120 Städten aktiv und arbeitet mit mehr als 150 Partnerküchen zusammen, deren Angebote die Kunden über das Onlineportal auswählen können. Jeder Catererer wird durch das Team des Start-ups vor Ort auf Kriterien wie die Qualität der Speisen, den Service und die Dekoration hin geprüft. „Einmal im Monat gibt es durch unser Qualitätsmanagement zudem eine Kontrolle in der Küche. Unser wichtigster Indikator während der Zusammenarbeit ist aber das Kundenfeedback“, erklärt Basenach.

Eigen Angaben zufolge wird das Start-up dieses Jahr drei Millionen Euro Umsatz erreichen und dabei mehr als 6.000 Privatkunden und 3.000 Firmenkunden mit Catering beliefert haben. Auch für die Zukunft hat Jens Basenach große Ziele: “Wir sind zuversichtlich im kommenden Jahr unseren Umsatz auf 15 Millionen Euro zu verfünffachen.  Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, eine ganze Industrie zu verändern, die sich in den letzten Jahrzehnten kein bisschen an die Wünsche der Kunden angepasst hat.”