Kiwi.ki – Türen ohne Schlüssel öffnen

Kiwi.ki kümmert sich um die digitale Sicherheit an der Haustür. Denn das Hardware-Startup aus Berlin hat ein Türöffnungssystem erfunden, dass einen jahrtausendalten Gegenstand überflüssig machen soll: den Schlüssel.

Das System Kiwi ist ein automatischer Türöffner für Hauseingangstüren, bei dem die Hände nicht benutzt werden müssen. Es besteht aus einem Transponder, dem „Ki“, und einem Türsensor. Kiwi ermöglicht das Öffnen von Türen zudem über die Kiwi-App via Smartphone und Tablet.

Deshalb geht auch bei Kiwi nichts ohne Verschlüsselung – denn das System muss vor Einbrechern schützen. Das System wurde in Zusammenarbeit mit Verschlüsselungsexperten entwickelt und von Hackern getestet. Bei Kiwi steht der Schutz der Nutzerdaten an oberster Stelle. So werden laut eigenen Angaben keine Nutzungsprofile der Bewohner erstellt.

Für Privatanwender soll das System in erster Linie ein Plus an Komfort bieten. Aber für Geschäftskunden sowie Dienstleister wie Brief- und Paketzusteller oder Müllentsorger bedeutet das Verwalten unzähliger Schlüssel Zeit und Kosten. Als feste Kunden konnten bereits das Entsorgungsunternehmen Alba und die Deutsche Post in Berlin gewonnen werden. Zudem nutzt die Berliner Feuerwehr Kiwi seit kurzem, um in Notfall schneller Hilfe leisten zu können.

Kürzlich erhielt das Unternehmen eine Förderung durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie sowie der Europäischen Union in Höhe von insgesamt etwa einer Million Euro. Für 2015 planen die Gründer „circa fünf Prozent des Berliner Wohnungsbestandes mit Kiwi auszustatten“. Außerdem wird die Expansion in weiteren Städten und Ländern geplant. Zurzeit wird an einem neuen Design für den Funkschlüssel „Ki“ gearbeitet. Das will das Unternehmen am 16. März auf der Cebit präsentieren.