Das Berliner Start-up MediDate vermittelt Resttermine für Behandlungen von Haut, Zähnen oder Augen.

Von Jürgen Salz

Andere verscherbeln Restkontingente für Flugreisen. Eiko Gerten und Nico Kutschenko setzen auf Schönheits-, Augen- und Zahnbehandlungen für Selbstzahler. Die Berliner Jungunternehmer arbeiten in Deutschland mit rund 50 entsprechenden Kliniken zusammen und vergeben deren Resttermine – nicht ganz kurzfristig, bis zu vier Monate müssen Patienten schon mal warten.

Dafür lockt das Start-up mit günstigeren Preisen. Eine durch MediDate organisierte Operation koste im Schnitt rund ein Viertel weniger als bei vergleichbaren Wettbewerbern, sagt Gerten: „Wir wollen Spitzenmedizin zu attraktiven Preisen anbieten.“

MediDate finanziert sich durch eine Servicegebühr der Kliniken. Dazu kommt eine vorherige telefonische Beratung, die im Schnitt 18 Minuten dauert. Die Initiative stammt nicht von den Gründern, sondern von Klinikärzten, die Kapazitäten auslasten wollen.

Steckbrief
MediDate
Start: 2015
Gründer: Eiko Gerten (r.), Nico Kutschenko
Umsatz: ca. sechs Mio. Euro pro Jahr
Mitarbeiter: über 60
Zahl der Vermittlungen pro Monat: etwa 800
Expansion: seit Januar 2016 in Großbritannien