Rocket Internet bekommt die Kurve nicht: Mehrere Start-ups haben Probleme, eins geht in die  Insolvenz. Carsten Maschmeyer wird dagegen bejubelt, doch der Fanclub scheint ein Fake. Der Wochenrückblick.  

Tado ist eines der deutschen Vorzeige-Start-ups, nun haben die Münchner für ihre smarte Heizungsteuerung erneut 20 Millionen Euro eingesammelt.

Weniger gut läuft es dagegen bei einer ganzen Reihe von Rocket-Start-ups: Die Immobilien-Hoffnung Nestpick hat ihr Angebot und die Zahl der Mitarbeiter radikal zurückgefahren. Der Zahlungsdienstleister Paymill hat sogar Insolvenz angemeldet und auch Payleven hat es nicht zum deutschen Square geschafft. Das Unternehmen fusioniert mit dem Konkurrenten SumUp – unter dessen Namen das Geschäft künftig läuft.

Die nächste Generation von FinTech-Start-ups soll in Frankfurt ihr Handwerk lernen: Ab dem kommenden Wintersemester gibt es dort einen entsprechenden Studiengang. Doch ist das wirklich sinnvoll? Unser Kolumnist hat da seine Zweifel.

Die gibt es auch zu Carsten Maschmeyer. Der Gründer des Finanzdienstleisters AWD ist so erfolgreich wie umstritten. Seit dem AWD-Verkauf 2008 tritt er vor allem als Investor in Erscheinung, als neuer Juror in der „Höhle der Löwen“ bald auch vor großem Publikum. Man darf gespannt sein, ob in den Berichten dazu auch sein Fanclub auftaucht. Denn dem „Tagesspiegel“ ist  eine verdächtige Häufung an Jubelkommentaren aufgefallen. Dahinter stecken Nutzer mit „Namen, wie sie sich Rosamunde Pilcher nicht schöner hätte ausdenken können“. Sind das echte Fans oder professionelle Claqueure? Eine interessante Spurensuche.