Das Unternehmen stellt Lagerroboter her – und hat nun neben anderen den Technologiekonzern Körber und den Modehändler Zalando als Investoren gewonnen.

20,1 Millionen Euro: Diese stolze Summe hat Magazino gerade eingeworben. Wie das Münchener Robotik-Start-up heute bekannt gab, führt der Technologiekonzern Körber die Finanzierungsrunde an. Weitere Neu-Investoren sind der Modehändler Zalando, die Investmentgesellschaft Cellcom und der Logistikkonzern Fiege.

Magazino zielt auf die Automatisierung von Logistikprozessen. Ausgerüstet mit 3D-Kameras und Sensoren können die Roboter des Start-ups im Lager selbständig einzelne Artikel aus den Regalen nehmen und so Sendungen zusammenstellen. Für Logistiker wie auch E-Commerce-Händler sind damit potenziell große Einsparungen verbunden. Die Gründer warben 2016 damit, dass sich die etwa 100.000 Euro teuren Roboter schon nach zwei bis drei Jahren amortisieren können.

Zur aktuellen Finanzierungsrunde sagt Magazino-CEO Frederik Brantner, der das Start-up 2014 zusammen mit Nikolas Engelhard und Lukas Zanger gegründet hatte: „Wir sind sehr zufrieden mit der Zusammensetzung der Investorengruppe. Mit der Beteiligung von führenden Technologiekonzernen, sowie den größten europäischen Playern im E-Commerce und Fulfillment, ist Magazino für weiteres Wachstum perfekt gerüstet.“ Ausgebaut werden solle vor allem der Vertrieb und die Entwicklungsabteilung.

Volle Auftragsbücher

Aktuell beschäftigt Magazino über 80 Mitarbeiter – mit der Geschäftsentwicklung hatte sich das Unternehmen in einem Interview mit der WirtschaftsWoche vor einem Jahr sehr zufrieden gezeigt. Ein Meilenstein, so hieß es damals, sei die Zusage der Berufsgenossenschaft gewesen, dass die Roboter in Lagern direkt neben Menschen arbeiten dürfen.

Eingesetzt werden die maschinellen Helfer unter anderem schon beim Neuinvestor Fiege in einem Versandlager für einen Schuhhändler. In der aktuellen Mitteilung heißt es, 30 weitere Roboter seien bereits bei Magazino bestellt. Den Geldgebern dürfte es indes nicht nur im die Lagerroboter, sondern auch um die dazu gehörende Software gehen – die bildet das „Gehirn“ der Maschinen.