Magazino aus München bauen Roboter, die in Logistiklagern arbeiten und einzelne Kartons greifen können. Vor einem Jahr waren sie unser Start-up der Woche. Wir fragen nach bei Geschäftsführer Frederik Brantner: Greift das Geschäftsmodell?

Die vergangenen zwölf Monate waren …

… extrem gut. Wir hatten großes Glück, dass der Logistikmarkt nach Innovationen nur so schreit: Der Onlinehandel wächst weiter, gleichzeitig haben die Lager Schwierigkeiten, neue Mitarbeiter zu finden. Und das Thema Robotik bekommt auch durch die Medien immer mehr Aufmerksamkeit.

Der größte Erfolg war …

… dass unsere Roboter im Einsatz sind und echte Aufträge bearbeiten. Das zeigt: Unser Produkt funktioniert! Mit dem Logistikkonzern Fiege haben wir einen großen Kunden gewonnen, die mit unseren Robotern Lagerarbeiten für einen großen Schuhhändler durchführen. Ein weiterer Meilenstein war im November: Seitdem haben wir die Zusage der Berufsgenossenschaft, dass unsere Roboter in Lagern neben Menschen arbeiten dürfen.

Die wichtigste Lektion war …

… dass der Fokus in einem wachsenden Unternehmen extrem wichtig ist. Wir müssen uns auf unser Produkt und die Kunden konzentrieren. Man bekommt als Robotik-Start-up unglaublich viele Kooperationsanfragen von Unternehmen, die auch etwas mit Bilderkennung und maschinellem Sehen machen. Da Nein zu sagen – das ist entscheidend.

Unser Umsatz hat sich in den vergangenen zwölf Monaten …
… sehr positiv entwickelt. 2016 hatten wir einen Erlös von knapp über einer Million Euro.

Mit dieser Entwickung sind wir …
… ziemlich genau im Plan.

Schwarze Zahlen schreiben wir …

… noch nicht. Wir streben das an, aber wir haben 25 Software-Entwickler, sieben davon sind promoviert. Dementsprechend hoch sind unsere Entwicklungskosten – und wir wollen noch viele weitere Innovationen bringen.

Die Zahl unserer Mitarbeiter hat sich …

… auf 63 erhöht. Aber das ändert sich ständig, erst in dieser Woche haben wir vier neue Mitarbeiter eingestellt. Bis Ende des Jahres kommen zwischen zehn und 20 neue dazu.

Einen Exit planen wir …

… nicht in den nächsten Monaten.

Die größte Herausforderung in den nächsten zwölf Monaten wird …

… das Wachstum der unterschiedlichen Kundenprojekte zu managen. Bisher haben wir 16 Roboter gebaut, dieses Jahr werden es deutlich mehr werden. Wir brauchen gute Mitarbeiter, um diese Roboter abzunehmen und beim Kunden in Betrieb zu nehmen.