Das Berliner Start-up schließt eine Finanzierungsrunde ab. Die Plattform bringt Anbieter von Sport- und Präventionskursen mit Arbeitnehmern und Unternehmen zusammen.

Machtfit hat eine Finanzierungsrunde über 2,2 Millionen Euro abgeschlossen. Das gab das in Berlin ansässige Start-up, das eine Plattform für die betriebliche Gesundheitsförderung anbietet, heute bekannt. Leadinvestor ist demnach das Pariser Venture-Capital Unternehmen Seventure Partners. Auch die bestehenden Investoren haben Geld nachgeschossen – darunter die Dr. Becker Klinikgruppe, der von der IBB Beteiligungsgesellschaft verwaltete VC Fonds Technologie Berlin und PHS Capital.

Die Lösung des Start-ups soll Unternehmen helfen, für die von ihnen bezuschussten Gesundheits- und Fitnessangebote mehr Mitarbeiter zu gewinnen. Über ein Onlineportal oder per App können regional verfügbare Kurse – diePalette reicht von Aquafit über Raucherentwöhnung bis hin zu Tai Chi – online gebucht werden. Machtfit arbeitet dazu mit mehr als 4.500 Gesundheitspartnern zusammen und übernimmt die Koordination mit Unternehmen.

Die Gründer um machtfit-Geschäftsführer Philippe Bopp wollen die Finanzspritze nutzen, um das Team zu vergrößern und die Plattform weiterzuentwickeln. „Wir arbeiten bereits jetzt an einem größeren Feature für 2018, welches unseren Nutzern Gesundheit noch näher bringen wird“, sagt Bopp. Die Plattform werde individueller auf einzelne Nutzer zugeschnitten und diese noch stärker motivieren. Mittelfristig sei auch eine Internationalisierung ein Thema.

Über hundert Firmenkunden

Derzeit haben nach Angaben des Unternehmens mehrere zehntausend Arbeitnehmer aus unterschiedlichen Branchen Zugriff auf die Angebote der machtfit-Plattform. Zu den über hundert Firmenkunden gehören unter anderem Vattenfall, die Deutsche Bahn, N24 und die Sparda Bank. Das Start-up wirbt damit, dass über Arbeitgeber über die Plattform Mitarbeiter an allen Standorten erreicht und die administrativen Prozesse in HR-Abteilungen digitalisiert werden.

Machtfit ist 2011 aus einem Projekt an der Technischen Universität hervorgegangen. Aktuell beschäftigt das Start-up 30 Mitarbeiter, im Laufe des Jahres sollen zehn weitere hinzukommen. Geld nimmt machtfit ein über monatliche Nutzungsgebühren, die Firmenkunden zahlen. Darüber hinaus zahlen die Gesundheitspartner Bearbeitungsgebühren. Profitabel ist das Geschäft aber noch nicht – „Break-Even ist kein Ziel für 2017“, sagt Bopp.