Vergangene Woche die Razzia, und Untersuchungshaft für beide Geschäftsführer von Lovoo: Nun will das Unternehmen die Aufklärung unterstützen.

Gegen neun Uhr hat ein Sondereinsatz-Kommando der Polizei vergangene Woche die Firmenzentrale von Lovoo in Dresden gestürmt und die beiden Geschäftsführer festgenommen. Der Vorwurf: Durch Fake-Profile, die Nutzer zum Abschlus eines kostenpflichtigen Abo verleiten haben könnten, soll ein wirtschaftlicher Schaden in Millionen-Höhe entstanden sein. Die beiden Gründer haben sich “kooperativ” verhalten und sind mittlerweile wieder frei – mussten aber ihren Reisepass geben und eine Kaution hinterlegen.

Die Vorwürfe sind nicht neu: Schon im vergangenen Jahr waren Gerüchte aufgekommen, dass männliche Nutzer durch Profile von meist gutaussehenden Frauen zu kostenpflichtigen Aktionen verleitet werden. Das Unternehmen hatte das stets bestritten. Nach Unternehmensangaben nutzen die App des Dresdner Unternehmens, die es für Android und iOS gibt, monatlich weltweit rund fünf Millionen Menschen.