Die zehnte Folge in dieser Staffel der „Höhle der Löwen“: Fünf Start-ups werben um die Gunst der Investoren. Wir haben die besten Reaktionen im Netz gesammelt.

19.55 Uhr: Es ist gerade einmal der erste Werbeblock des Abends gelaufen, da steht bereits fest, wie die heutige „Höhle der Löwen“-Sendung mit zwei App-Geschäftsmodellen ausgehen wird:

20.01 Uhr: Genauer versuchen zwei Apps bei den Investoren zu punkten: Eine kämpft gegen Lebensmittelverschwendung, die andere für die Liebe. Welche Gründer sonst noch antreten, zeigt unsere Übersicht.

20.15 Uhr: Auf geht es in die zehnte Runde dieser Staffel. Den Anfang macht eine ganze Gründer-Mannschaft: Hinter dem Start-up Too Good To Go mit Sitz in Kopenhagen und Düsseldorf stehen Peter Wiedeking, Julian Stützer, Thomas Björn Momsen, Klaus Pedersen und Stian Olesen. Sie verfolgen die Mission, die Lebensmittelverschwendung in Gastronomie-Betrieben zu reduzieren. Für die Entwicklung ihrer App, in der man in Restaurants vergünstigtes Essen kaufen kann, benötigen die Gründer eine Million Euro – für fünf Prozent ihrer Firmenanteile.

20.22 Uhr: Mit einem kleinen Theaterstück versuchen die Unternehmer die Löwen zu überzeugen. Sushi soll nicht länger in der Tonne landen, sondern auf dem Teller von Schnäppchenjägern. Seit Februar gilt dieses Motto in Düsseldorf, wo das dänische Start-up seine erste Deutschland-Niederlassung eröffnet hat.

20.28 Uhr: Nach intensiven Zahlenspielen droht der Deal in der Tonne zu landen. Carsten Maschmeyer hält die Unternehmensbewertung von fast 20 Millionen Euro für zu abgehoben, drei seiner Investoren-Kollegen lehnen ebenfalls ab. Wird App-Fan Frank Thelen zuschlagen?

20.32 Uhr: Nein, auch Tech-Investor Thelen steigt aus. Doch die Gründer kämpfen weiter und unterbreiten ein Gegenangebot: Sie hoffen auf 200.000 Euro von jedem Löwen.

20.39 Uhr: Nach mehreren Verhandlungsrunden sind nicht nur die Lebensmittel sondern auch der Deal gerettet: Die fünf Gründer erhalten ihre Million von allen fünf Löwen, allerdings für neun Prozent der Firmenanteile. Am Ende herrscht vor allem Verwirrung:

20.43 Uhr: Der nächste Kandidat ist startklar. Harald Gerhard will mit einem blinkenden Handschuh 80.000 Euro von den Investoren einsammeln. Dafür bietet der 69-Jährige ein Fünftel seiner Firmenanteile an. Sein Ziel: Mehr Sicherheit im Straßenverkehr für Schulkinder, Inliner- oder Skateboardfahrer.

20.52 Uhr: In der Werbepause ist Zeit für eine kurze Wettbewerbsanalyse:

21.00 Uhr: Während die Investoren Handschuhe anprobieren, beherrscht der Gemeinschaftsdeal der Löwen mit Too Good To Go die Diskussionen im Netz.

Wie Gründerszene berichtet, ist das Investment nie zustande gekommen. Wo genau das Problem lag, erklärt Klaus Pedersen morgen im Interview mit WirtschaftsWoche Gründer.

21.03 Uhr: Zurück zur Sicherheit im Straßenverkehr: Judith Williams ist zwar verliebt, fühlt sich jedoch nicht stark genug von den Handschuhen angezogen. Dagegen ist Dagmar Wöhrl und Ralf Dümmel ein Licht aufgegangen. Sie bieten einen Deal zu den genannten Bedingungen.

21.07 Uhr: Der 69-jährige Unternehmer entscheidet sich für Dümmel – Anerkennung aus dem Netz.

21.18 Uhr: Dass der Funke bei den Investoren überspringt, hofft auch Wanda Egger von Sqyle. Die 43-Jährige hat eine Dating-App entwickelt, die Rendezvous bequemer und sicherer machen soll: Nur die Mitglieder entscheiden, wer in das Netzwerk eintreten darf. Die Gründerin will 120.000 Euro einsammeln und bietet dafür zehn Prozent der Anteile an ihrem Münchener Start-up.

21.28 Uhr: Im Netz laufen bereits die ersten Praxistests für die Zugangsschranke der Dating-App.

21.34 Uhr: Bei den Investoren hält sich die Leidenschaft zurück. Ralf Dümmel steigt direkt aus. Angesichts der hohen Bewertung macht auch Carsten Maschmeyer Schluss.

21.38 Uhr: Zweites Date ausgeschlossen: Keiner der Investoren will an der Beziehung zum Start-up Sqyle arbeiten.

21.44 Uhr: Trotz Liebes-Aus wird das nächste Start-up direkt intim. Francesco Indirli hat eine Waschlotion und ein Gel für die männliche Intimpflege entwickelt. Für seine Marke Inthim hofft der gelernte Eventveranstalter auf ein Investment in Höhe von 100.000 Euro, für 20 Prozent der Firmenanteile.

22.00 Uhr: „Dirty will ich nicht“, sagt Carsten Maschmeyer und straft damit das Inthim-Marketing ab. Auch Frank Thelen stört sich an der aggressiven Markenbotschaft und steigt aus.

22.04 Uhr: Dagmar Wöhrl spielt die Familienunternehmerinnen-Karte und unterbreitet ein Angebot: 100.000 Euro für 40 Prozent der Anteile. Auch Ralf Dümmel und Judith Williams bekunden Interesse an der Kosmetikmarke. Welche Lifestyle-Start-ups sonst noch auf dem Markt sind, haben wir in einer Übersicht zusammengestellt.

22.18 Uhr: Teleshopping-Queen Williams macht das Rennen – Inthim-Gründer Francesco Indirli sichert sich den Deal mit einer Option auf Ausweitung der Produktpalette. Im Netz ist das Ergebnis klar:

22.25 Uhr: Schluss mit dem Schweinkram, jetzt wird es süß und zuckrig. Als letztes Start-up des Abends versucht Biskitty zu überzeugen. Flavio Cuoni und Othmar Müller arbeiten an einem 3D-Tortenkonfigurator. Ihre Firma mit Sitz in Wien soll Kunden mit speziellen Tortenkreationen gewinnen, die ins Haus geliefert werden. Um ihr Geschäft weiter auszubauen, benötigen die Gründer 100.000 Euro und bieten 25 Prozent an der neu zu gründenden GmbH an.

22.32 Uhr: Harte Kritik für die beiden Unternehmer. Eine Marge von zehn Prozent verdirbt Carsten Maschmeyer den Appeit. Auch Frank Thelen und Dagmar Wöhrl steigen aus. Oder anders gesagt:

22.43 Uhr: Die süße Versuchung war nicht stark genug – auch Ralf Dümmel und Judith Williams lassen lieber die Finger vom Tortengeschäft. Somit steht es nach dem heutigen Abend 3:2 für die Deals.

22.48 Uhr: Im Löwen-Käfig geht das Licht aus, allerdings sind damit nicht alle Zuschauer einverstanden.