Zum neunten Mal in dieser Staffel werben Start-ups um die Aufmerksamkeit von Investoren und Zuschauern. Wir haben die besten Reaktionen im Netz gesammelt.

19.51 Uhr: Im Frühjahr standen die Gründer vor der Kamera, heute laufen ihre Pitches im Fernsehen – trotz Feiertag dürften die meisten Start-ups daher mindestens eine Abendschicht einlegen. Denn die wertvolle Aufmerksamkeit der TV-Zuschauer wird einige Online-Shops an ihre Belastungsgrenzen bringen. Ob Investment oder nicht: Als Verkaufskanal funktioniert die “Höhle der Löwen” sogar über Altersgrenzen hinweg:

19.53 Uhr: Von ganz analog (Knochenbrühe) bis ziemlich digital (App) decken die sechs Kandidaten der heutigen Folge eine ziemliche Bandbreite ab. Wer sich schon einmal vorbereiten will auf die Sendung: Hier haben wir die Kandidaten vorgestellt.

20.21 Uhr: Es gab mal irgendwo in Kommunikationskreisen das Verbot, sich als “das Tinder für…” zu bezeichnen. Bei Malte Steiert und Finn Fahrenkrug von Foodguide ist das Memo offensichtlich nicht angekommen. Sie wollen mit ihrer App helfen, neue Lieblingsrestaurants zu entdecken – mit bereits 500.000 Nutzern. Für die Expansion wollen sie 450.000 Euro für 15 Prozent der Firmenanteile. Wischen die Investoren nach rechts?

20.28 Uhr: “Food mit Social ist ein Markt, der explodieren wird”, sagt Thelen – aber die US-Pläne sind ihm zu ehrgeizig. Der Essensmarkt ist tatsächlich hart umkämpft, wie unser Artikel vom vergangenen Jahr beleuchtet. Auch Williams, Wöhrl und Dümmel sind raus. Maschmeyer will helfen, aber dafür ein Drittel der Firmenanteile.

20.33 Uhr: Jawoll, es matcht. Mit Maschmeyer sind die beide Gründer ein Trio – die US-Reise wird aber massiv verkürzt, mahnt der neue Investor.

20.36 Uhr: Kleiner Blick auf Thelens Foodimperium, das durch die “Höhle der Löwen” Fahrt aufnahm. Das erste Start-up war Littlelunch. Und das peilte bereits im vergangenen Jahr richtig bedeutende Umsätze an. Im kommenden Jahr sollen die Start-ups zusammen bereits die 100-Millionen-Euro-Umsatzschwelle knacken.

20:48 Uhr: Neun Millionen Euro Firmenbewertung sind mal ein Wort. Doch die Dringlichkeit des Problems dürfte einigen bekannt sein: Der Smartphone-Akku geht zu Ende und kein Ladekabel im Gepäck. FluxPort will das ändern. Sener Abanozoglu und Nejmettin Cinar stecken dahinter – und fordern zu Beginn mal eine Million Euro für zehn Prozent der Anteile.

21.04 Uhr: Die Investoren urteilen scharf. Kein Businessplan, keine Strategie, eine astronomische Bewertung. Kein Deal.

21.08 Uhr: Die Fluxport-Gründer dürften sich nach ihrem Auftritt ungefähr wie dieser Football-Spieler gefühlt haben.

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21.11 Uhr: Eine Hose für Festivals: Angelika Hansen arbeitet sich aus einem Burn-Out mit einer Gründung heraus – die RubberBüx soll die neue Standardbekleidung für Musikfestivals werden. Im Vergleich zu ihren Vorgängern ist ihr Angebot bescheiden: 20.000 Euro im Tausch gegen 25 Prozent.

21.23 Uhr: Hansen fesselt die Investoren mit ihren Geschichten vom stürmischen “Hurricane”-Festival – aber für Thelen, Maschmeyer und Dümmel ist das kein Geschäft. Williams und Wöhrl flüstern dagegen schon von einer großen Marke.

21.25 Uhr: 51 Prozent für 20.000 Euro – das ist das Angebot von Williams und Wöhrl. Wir blicken derweil auf ein Start-up, das die Themenfelder Festivals und Akkus laden in Perfektion zusammenbringt.

21.33 Uhr: Eine Werbepause später: Einmal geblinzelt, dann schlägt Angelika Hansen zu. Mit den Löwinnen sollen Teile der Erlöse aus der Gummilatzhose für einen guten Zweck zur Seite gelegt werden.

21.44 Uhr: Ein Hilfeset zum Türen ein- und auszuhängen: Fried Elements, gegründet von Walter Fried und seinem Sohn Carsten, wollen Heimwerkern helfen. 100.000 Euro für zehn Prozent sollen das Hardware-Start-up nach vorne bringen. Das Netz fasst es zusammen:

21.52 Uhr: Die Idee stößt auf Bewunderung, aber bei Marketing und Business Plan muss die Gründer-Familie kräftig einstecken. Welche Löwen werden trotzdem neugierig? Und was ist heute eigentlich mit Serien-Investor Ralf Dümmel los?

22.03 Uhr: Dagmar Wöhrl bietet 100.000 Euro für 20 Prozent, Ralf Dümmel 25,1 Prozent der Anteile – jetzt müssen die Gründer überlegen, welchem der Investoren sie die Tür vor der Nase zu schlagen wollen. Dümmel wirbt mit der breiten Marktmacht und kriegt den Zuschlag der Gründer.

22.06 Uhr: Ein ungewöhnlicher Fußball, um das Training für Sportler zu verbessern: Johannes Anderl hat den Rasenreich Corpus entwickelt und einige Profi-Vereine als Kunden gewinnen. Jetzt sollen auch Hobby-Fußballer mit der Kapsel trainieren. Dafür bietet Anderl 20 Prozent der Anteile für 80.000 Euro. Gibt es einen Doppelpass mit einem der Investoren?

22.18 Uhr: Volkssport Fußball – diesen Markt wollen sich auch Start-ups erobern. Wir haben vor einiger Zeit junge Unternehmen vorgestellt, die sich mit digitalen Angeboten für die Branche ausprobieren. Die Investoren sind erst einmal skeptisch, ob die unförmigen Fußbälle “wirklich ein Knaller” (Maschmeyer) sind.

22.24 Uhr: Nicht einmal Vollblut-Fußballfan Dagmar Wöhrl sieht den Mehrwert für Rasenreich und zieht sich zurück. Keine drei Punkte, sondern fünf Mal ein Nein von den Löwen. “Nach dem Spiel ist vor dem Spiel”, sagt Gründer Anderl zum Abschied.

22.25 Uhr: “Keine Angst, aber Respekt”: Konrad Knops und Jin-Woo Bae Knochenbrühe wieder modern machen. Ihr Start-up Bone Brox soll bald in möglichst vielen Vorratsschränken stehen. In der Höhle der Löwen wollen sie 350.000 Euro gegen zehn Prozent ihrer Anteile tauschen.

22.39 Uhr: Sympathie für Geschmack und Markenführung, aber Williams, Thelen und Wöhrl steigen angesichts der hohen Firmenbewertung und der vergleichsweise hohen Produktpreise aus. Dümmel und Maschmeyer tuscheln ein wenig – kochen die beiden ein Angebots-Süppchen?

22.49 Uhr: Maschmeyer und Dümmel wollen 30 Prozent der Firmenanteile für die 350.000 Euro, versprechen aber eine Investition in Millionenhöhe. Dümmel wirbt für den finanziellen Turbo. Doch die Gründer sind skeptisch – und lehnen letztendlich ab. Warum, erklären die beiden morgen bei uns im Interview.

22.50 Uhr: Solides Unentschieden in der heutigen Folge: Drei Mal schlagen die Löwen zu, drei Mal gibt es kein Investment – aus den unterschiedlichsten Gründen. Wir freuen uns auf das Interview morgen früh mit Bone Brox, ziehen die Gummilatzhose aus, kicken noch eine Runde mit dem Rasenreich und verabschieden uns für heute aus der „Höhle der Löwen“.