Gleich zwei grüne Start-ups konnten die „Löwen“ am Dienstag überzeugen. Wie das Netz die Deals und die restliche Sendung bewertet, lesen Sie hier.

19.40 Uhr: Willkommen zum WiWo-Gründer-Liveblog zur achten Folge der „Höhle der Löwen“! Sechs Start-ups – vom Kinderwagenbauer über interaktive Leuchten bis hin zur Schlafbox – kämpfen heute um das Geld und die Gunst der fünf Investoren Jochen Schweizer, Lencke Steiner, Frank Thelen, Vural Öger und Judith Williams. Wir sind wieder live dabei auf Twitter und sammeln hier für euch die schönsten Tweets und Kommentare zur Sendung.

19.46 Uhr: Den Fans der Sendung wurde die Wartezeit heute ja mit einer überraschenden Nachricht verkürzt. Das Start-up Von Jungfeld, das sich in der fünften Folge den „Löwen“ stellte, erhielt zwar von den fünf Investoren kein Geld, aber von einem anderen prominenten Investor: Joko Winterscheidt. Der TV-Moderator verkündete passend zur achten Folge seinen Einstieg bei dem Mannheimer Start-up. Der Zeitpunkt dürfte nicht unbeabsichtigt gewählt sein. Dienstag ist schließlich „Höhle der Löwen“-Tag.

19.51 Uhr: Mit der Champions League in der vergangenen Woche hatten die „Löwen“ harte Konkurrenz. Wer die Sendung verpasst hat, sich aber fühlen will, als wäre er dabei gewesen, dem sei an dieser Stelle noch einmal unser Liveblog zu Folge sieben empfohlen.

19.59 Uhr: Das Start-up Dinnery zählte am vergangenen Dienstag zu den glücklichen (und wenigen) Teilnehmern, die die fünf Investoren überzeugen konnten. Warum sie mit ihrem Geschäftsmodell auch Rocket Internet Konkurrenz machen, die Start-up-Schmiede aber gar nicht als Wettbewerber empfinden, haben uns die Gründer nach der Sendung erzählt.

20.03 Uhr: Investor Frank Thelen knurrt schon vor der Ausstrahlung.

20.09 Uhr: Manch einer will sich schon mal auf die Sendung einstimmen. Bei diesem Nutzer scheint es jedoch noch an einem wesentlichen Punkt zu haken.

20.15 Uhr: Die Sendung startet. Wir sind bereit. Die Twitter-Gemeinde auch. Und sie ist in Kritik-Laune.

20.20 Uhr: Das erste Start-up nennt sich Rocking Dancing Colors. Isabel Heubl und Marc Becker wollen die Löwen mit interaktiven Leuchten überzeugen. Die beiden Gründer bieten 33 Prozent an ihrer neu zu gründenden Firma für 60.000 Euro. Klingt erst einmal fair.

20.23 Uhr: Die Lampen lassen sich bewegen und sehen auch wie überdimensioniert Ostereier. Pro Stück kosten sie 1180 Euro. Bislang haben die Gründer 30 davon verkauft. Der Preis sorgt auf Twitter für ersten Spott.

20.25 Uhr: Lencke Steiner steigt sofort aus. Sie sagt, ihr sei das zu teuer. Vural Öger weiß nicht, wie das Produkt Geld bringen soll. Und will ebenfalls nicht investieren.

20.28 Uhr: Jochen Schweizer kann sich auch nicht für die Lichter erwärmen. Judith Williams bezeichnet die Lichter als „nice to have“, sieht aber kein Investment. Sie ist von der Gründerin jedoch sehr angetan und macht ihr Mut: Wenn sie mit einer neuen Idee käme, solle sie sich melden.

20.30 Uhr: Frank Thelen sieht das Geschäftsmodell ebenfalls nicht. Er empfiehlt den Gründern, in ihrer Nische zu bleiben. Die Gründer zeigen sich nach dem Gang in die „Höhle der Löwen“ enttäuscht, die Twitter-Nutzer in Wortwitzlaune.

20.33 Uhr: Gestatten, Seifen-Kaiser! Der nächste Gründer stellt sich mit einem kuriosen Spitznamen vor. Der Linzer will den „Löwen“ heute ein Produkt seines Unternehmens Bademeisterei verkaufen. Mit „Cosmetic Kitchen“ will er ein Bausatz-System etablieren, mit der sich Kunden ihre eigene Kosmetiklinie kreieren können – ganz vegan.

20.35 Uhr: Für zehn Prozent der Unternehmensanteile will der Gründer 350.000 Euro.

20.37 Uhr: Auf Twitter muss der Österreicher viel Kritik einstecken. Die Aussage dieses Nutzers gehört noch zu den harmloseren Kommentaren.

20.41 Uhr: Frank Thelen kann sich eine Zusammenarbeit nicht vorstellen. „Ihr seid ja ganz dufte“, sagt der Investor, will aber kein Geld in das Unternehmen stecken. Er empfiehlt stattdessen einen ganz anderen Finanzierungsweg.

20.43 Uhr: Allerdings zeigen sich drei andere Löwen interessiert: Judith Williams, Vural Öger und Jochen Schweizer wollen gemeinsam in „Cosmetic Kitchen“ investieren. Sie verlangen aber das dreifache der Unternehmensanteile.

20.45 Uhr: Der Gründer schlägt ein und gibt 30 Prozent seiner Firma ab. Die Twitter-Gemeinde schmiedet schon einmal neue Unternehmensnamen.

20.47 Uhr: Das dritte Start-up heute: Papershape. Anastasia Baron präsentiert den Löwen gemeinsam mit ihrem Geschäftspartner Harald Mühl Origami-Tiertrophäen in 3D. Für 30.000 Euro würden die Gründer 20 Prozent ihrer Anteile abgeben. Mit dem Papier können Kinder und Erwachsene eigene Tiertrophäen aus Papier basteln.

20.49 Uhr: Dieser Twitter-Nutzer vermutet einen Trend.

20.50 Uhr: Bevor die beiden Gründer pitchen dürfen, schiebt Vox erst einmal Werbung dazwischen.

21.00 Uhr: Papershape will „Papier zu Geld“ machen. Die ersten Kunden gibt es offenbar schon.

21.03 Uhr: Die beiden Gründer verkaufen die Papier-Figuren für 19,90 Euro. Jochen Schweizer sieht das Geschäftsmodell nicht, auch Frank Thelen sieht Probleme. Lencke Steiner fürchtet, dass die Konkurrenz zu schnell aufholen kann.

21.07 Uhr: Judith Williams macht sich Sorgen, weil die beiden Gründer keine anderen Jobs haben. Investieren will auch sie nicht.

21.07 Uhr: Bleibt nur noch Vural Öger.

https://twitter.com/Supergamer65/status/651473327597424641

21.08 Uhr: Doch auch er kann sich nicht für das Geschäftsmodell erwärmen. Papershape geht ohne Investment aus der Sendung. Und mit einem gut gemeinten, aber harten Kommentar von Judith Williams.

21.14 Uhr: Die Gründer Alexander Kohlhepp und Boris Munsig wollen den Löwen eine Schlafbox vorstellen. Für 30 Prozent ihrer Firmenanteile hätten sie gerne 400.000 Euro. Problem: Die Gesellschaft gibt es noch gar nicht.

21.17 Uhr: Mit Stay2Day wollen die beiden Gründer die Schlafboxen nur bauen und dann verkaufen. Pro Stunde wollen sie fünf Euro von den Nutzern. Für ihren Vortrag erhalten sie aber vor allem eins von den Löwen: viel Kritik.

21.21 Uhr: Auf Twitter sieht es nicht besser aus. Dieser Nutzerin fehlt in den Schlafboxen zudem noch ein paar Details.

21.23 Uhr: Die Löwen finden die Idee mittelmäßig gut. Für Frank Thelen stimmt die Chemie mit den Gründern nicht, Vural Öger ist von den Konzept nicht überzeugt. Judith Williams will den Gründern lieber ein paar Präsentations-Kurse verschreiben: „Sie müssen Ihr Geschäft präsentieren wie ein Stück Schwarzwälder-Kirsch.“

21.24 Uhr: Kein Deal für die Schlafbox. „Das ist in die Hose gegangen. Das muss man so sagen“, geben die Gründer offen zu.

21.27 Uhr: Mit Kinderwagen wollen zwei Brüder als nächstes die Investoren überzeugen. AngelCab will mit natürlichen und schadstofffreien Materialien überzeugen. Und in Deutschland produzieren.

21.30 Uhr: Weil Vox erstmal Werbung schaltet, sucht dieser Twitter-Nutzer vorsichtshalber schon mal Alternativinvestoren.

21.40 Uhr: Die beiden Gründer wollen für zehn Prozent der Anteile an ihrem Unternehmen 75.000 Euro von den Löwen. Das Besondere an ihrem Kinderwagen: Jeder kann sich das Produkt aus sieben Millionen Komponenten selbst zu bauen.

21.41 Uhr: Eine Zielgruppe für AngelCab?

21.42 Uhr: Im vergangenen Monat haben die beiden Brüder 22 Kinderwagen verkauft, die Tendenz sei aber steigend. Da ahnt man schon, welches Wort in der „Höhle der Löwen“ als nächstes fallen wird.

21.46 Uhr: Frank Thelen sagt, er würde auch in Unternehmen investieren, die nicht sinnhaft sind, weiß aber nicht, wie er helfen soll. Auch Vural Öger sieht seine Rolle in der Firma nicht, lobt aber noch mal ausdrücklich das Produkt. Judith Williams bezeichnet den Kinderwagen als „Rolls Royce der Kinderwagen“. Sie findet für ihr Nicht-Investment nette Worte: „Ich bin draußen, weil ihr mich nicht braucht“, sagt sie.

21.48 Uhr: Auch Lencke Steiner und Jochen Schweizer sind nicht dabei. Trotzdem zeigen sich die Gründer zufrieden. Das Lob zeige, dass „wir auf dem richtigen Weg sind“, sagen sie.

21.50 Uhr: Übrigens: Nicht alle Zuschauer stimmen mit dem Urteil der Löwen überein.

22.01 Uhr: Unternehmerethik beweist auch Daniel Kania. Mit Dünger aus Kakaoschalen und seinem Start-up Greenlab will er die Löwen begeistern. Gemeinsam mit zwei Agrarwissenschaftlerinnen hat er organischen Dünger entwickelt, ganz nachhaltig aus Abfall.

22.03 Uhr: Für 110.000 Euro will er zehn Prozent an seinem Unternehmen abgeben.

22.06 Uhr: Frank Thelen ist begeistert: „Total brillant!“ Mit Namen wie „Pimp My Gärtchen“ und „Blümchenfutter“ überzeugt Kania auch die Twitter-Gemeinde.

22.07 Uhr: Im vergangenen Jahr hat Greenlab 26.000 Euro Umsatz gemacht, will die Umsätze bis 2015 aber vervierfachen. 2017 will das Start-up die Gewinnschwelle erreichen.

22.09 Uhr: Dass Greenlab erst in zwei Jahren den Break Even erreichen will, kommt bei den Investoren allerdings nicht gut an. Frank Thelen steigt aus. Viel mehr als über diese Tatsache selbst regen sich die Twitter-Nutzer über seine Grammatik auf – Schuld ist ein kleiner Artikel-Fehler des „Löwen“: „Was bei euch nicht passt, ist der Wachstum“, sagt der Investor.

22.14 Uhr: Jochen Schweizer hat „allergrößte Zweifel“ daran, dass er jemals Gewinn mit Greenlab macht. Trotzdem will er gemeinsam mit Vural Öger („Meine innere Stimme sagt, ich sollte Sie unterstützen“) investieren: 110.000 Euro für 26 Prozent der Anteile. Dafür wollen die beiden aber einen Euro auf das Investment zurück, bis die 110.000 Euro wieder zurückgeflossen sind.

22.15 Uhr: Daniel Kania muss erst mit seinen Geschäftspartnerinnen Rücksprache halten.

22.17 Uhr: Jochen Schweizer und Vural Öger bekommen ein Gegenangebot von dem Gründer: Statt einen Euro will er 50 Cent zurückzahlen. Die beiden Investoren lassen sich darauf ein – Deal für Greenlab.

22.18 Uhr: „Ich habe in dich als Person investiert“: Vural Öger wirkt fast gerührt von seinem Investment bei Greenlab. Jochen Schweizer ergänzt, man investiere auch in eine bessere Welt. Gutmenschentum zum Abschluss der Sendung.

Fazit: Sechs Start-ups, zwei Deals – und an beiden waren Vural Öger und Jochen Schweizer beteiligt: Mit Greenlab haben Öger und Schweizer in ein Start-up investiert, das vielleicht nicht „skaliert“ – oder wie es Schweizer ausdrücken würde: dass kein „Investment-Case“ ist -, aber mit dem die „Löwen“ ihr grünes Gewissen beruhigt haben dürften. Mit dem Investment in Bademeisterei haben sie gemeinsam mit Judith Williams ebenfalls in eine grüne Marke investiert, die vegane Kosmetik herstellen will. Damit haben gleich zwei nachhaltige Unternehmen Geld erhalten – doch eher ungewöhnlich für eine Folge der „Höhle der Löwen“.