Das Bonner Start-up ist auf Software für das Management von IT-Architekturen spezialisiert. Die Investitionsrunde führt Deutsche Telekom Capital Partners an.

Die IT-Landschaft mancher Großunternehmen gleicht einem Dschungel mit einem Dickicht verschiedener Software- und Serverpakete. Durchblick verspricht LeanIX: Die Cloud-Software des gleichnamigen Start-ups hilft Unternehmen, ihre IT-Architektur im Blick zu behalten und  zu modernisieren – etwa durch die Nutzung neuer Cloud-Dienste. Jetzt erhalten die Bonner eine Finanzspritze über 7,5 Millionen US-Dollar, wie das Unternehmen heute bekanntgegeben hat.

Angeführt wurde die Finanzierungsrunde demnach von DTCP, dem Investmentarm der Deutschen Telekom. Beteiligt sind außerdem die bestehenden Investoren Capnamic Ventures und Iris Capital. Dass LeanIX den Dollarbetrag nennt, ist kein Versehen: Das frische Kapital soll außer für die Produktentwicklung vorwiegend für die weitere Erschließung des US-Marktes verwendet werden. Im Februar hatte die Softwareschmiede eine erste Niederlassung in Boston eröffnet. Weitere Dependancen sind für Ende 2017 und Anfang 2018 im Mittleren Westen und an der Westküste geplant.

Umsatzwachstum im Ausland

Eigenen Angaben zufolge erwirtschaftet LeanIX mit seiner Software für das „Enterprise Application Management“ (EAM) bereits 40 Prozent seines Umsatzes im Ausland. Zu den Kunden in den USA zählen der Möbelhersteller Haworth und die Flagstar Bank. Hierzulande stehen auf der Referenzliste neben anderen Adidas, Merck, Vodafone und Zalando. „Mit unserer Technologie setzen wir neue Maßstäbe im EAM-Markt. Jetzt ist es unser Ziel, die weltweit führende Software zu werden, die bei der Modernisierung von IT-Architekturen hilft“, sagt Co-CEO André Christ.

Christ war in der internen Unternehmensberatung der Deutschen Post DHL Gruppe tätig, bevor er 2012 zusammen mit Jörg Beyer LeanIX gründete. Dieser war ebenfalls bei dem Logistikunternehmen tätig – unter anderem auf dem Posten des CIOs. Für ihr Start-up hatten die Gründer im März 2015 eine Finanzierungsrunde über 2,2 Millionen Euro abgeschlossen.