Mit Lamudi will Rocket Internet die Immobiliensuche in Wachstumsmärkten vereinfachen. Nun hat das Start-up frisches Kapital erhalten.

Auf der Suche nach einem Haus in Ruanda? Nach einer Wohnung in Qatar? Das Onlineportal Lamudi will die Antwort auf diese Fragen sein. Es versteht sich als Marktplatz, auf dem Hausbesitzer und potenzielle Käufer zusammenkommen. Das von Rocket Internet unterstützte Start-up agiert in Wachstumsmärkten wie Südostasien und Südamerika. Der unbescheidene Wunsch von Mitgründer Paul Philipp Hermann: „Unser Ziel ist es, die größte Immobilienplattform von den Philippinen bis Mexiko aufzubauen.“

Für diesen Plan hat Lamudi nun weitere finanzielle Unterstützung erhalten. Nachdem die Onlineplattform bereits 2015 rund 16 Millionen Euro einsammelte, verkündet sie nun, knapp ein Jahr später, die nächste Kapitalspritze. Holtzbrinck, Tengelmann und die Asia Pacific Internet Group – ein Joint Venture von Rocket Internet und dem katarischen Telekomunternehmen Ooredoo – investieren 29 Millionen Euro in das Start-up.

Marktdominanz ausbauen – aber nur in Teilen der Welt

Für das Geld hat Hermann bereits Pläne. Er will mit dem achtstelligen Betrag die Marktdominanz in mehreren Ländern erreichen. Der Umsatz von Lamudi soll 2015 seinen Aussagen zufolge um 460 Prozent gewachsen sein, für 2016 erwartet das Unternehmen eine noch steilere Wachstumskurve. Wie hoch die Umsätze genau liegen, verriert das Start-up nicht. Gegenüber des Onlinemagazins „Techcrunch“ sagte Hermann aber, dass Lamudi noch in diesem Jahr profitabel werden könnte. Die Frage sei nur, wo man in zwei Jahren sein wolle.

Lamudi wurde 2013 gegründet. Das Start-up hat ein Schwesterunternehmen, das für Afrika und den Nahen Osten zuständig ist, aber an dieser Finanzierungsrunde nicht beteiligt gewesen sein soll, wie „Techcrunch“ berichtet. Die Unternehmen agieren zwar unter demselben Namen, sind sonst aber unabhängig voneinander.