Der Stahlhändler Klöckner & Co arbeitet mit dem KI-Pionier Arago zusammen. Das Ziel: Die Digitalisierung der Stahlindustrie.

Der Duisburger Stahlhändler Klöckner & Co ist seit einiger Zeit dabei, sein Geschäft umzubauen. „Wenn wir uns nicht selbst angreifen, werden es andere tun“, lautet der Leitspruch von KlöCo-Chef Gisbert Rühl. Daher hat das Unternehmen im Frühjahr einen Online-Shop eröffnet und will sein Geschäft digitalisieren, soweit es geht.

Dafür sucht Klöckner die Kooperation mit Start-ups. Aber die Digitalisierungsprojekte werden nicht im Ruhrgebiet vorangetrieben – sondern in Berlin.

Seinen jüngsten Partner hat Klöckner jedoch in Frankfurt am Main gefunden: Der Stahlhändler kooperiert künftig mit Arago. Das Frankfurter Unternehmen gilt als einer der deutschen Vorreiter bei der Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI). Künftig soll Aragos KI-Plattform Hiro auch bei Klöckner eingesetzt werden, um die IT-Infrastruktur zu automatisieren.

Sie wird zuerst in zwei Rechenzentren in den USA implementiert. „Klöckner & Co leistet Pionierarbeit bei der Digitalisierung der Stahlindustrie“, sagt Chris Boos, CEO von Arago. Nun solle die Frankfurter Technologie dabei helfen, eine vollständig digitalisierte Liefer- und Leistungskette von den Lieferanten bis zu den Kunden zu realisieren.

„Unser Ziel ist es, eine offene Industrieplattform zu entwickeln, die möglichst viele Marktteilnehmer miteinander vernetzt“, sagt Rühl. „Mit den bereits vorhandenen digitalen Tools generieren wir einen Umsatzanteil im zweistelligen Prozentbereich.“ Bis zum Jahr 2019 sollen mehr als 50 Prozent des Umsatzes über Online-Transaktionen abgewickelt werden.