Alles was ich mir anschaute, war wirklich immer schick eingerichtet, meist inklusive einer Kaffee-, Tee- und Wasser-Flatrate. An den Empfängen saßen hippe Studenten und man bekam das Gefühl, dass Kapuzenpullis und Turnschuhe Voraussetzung für einen Mietvertrag waren.

Mir gefielen die Konzepte: ein Rundum-Sorglos Paket für Startups. Noch nicht einmal um Strom oder einen Internetanschluss muss man sich kümmern und kann sich voll auf die Unternehmung konzentrieren – genau das, was ich gesucht hatte. Alles was mein Gründerherz begehrte wurde erfüllt. Bis auf das Budget.

Ein All-Inklusive Mietvertrag?

Natürlich war ich mir bewusst, dass ein All-Inklusive Mietvertrag mehr als übliche Gewerbemieten kosten würde, aber solche Preise hatte ich nicht erwartet. Der Quadratmeterpreis bei meinen besichtigten Einzelbüros lag immer zwischen 20 und 30 Euro netto. Der Rekord bei 38.

Was rechtfertigt es, solche Mieten zu verlangen? Die Start-up Atmosphäre? Am Getränkepaket wird es wohl kaum liegen. Jeder spricht von Förderung und Unterstützung, aber wenn es um Räumlichkeiten geht, werden junge Firmen zur Kasse gebeten.

Entscheidung gegen ein Co-Working-Space

Und was passiert mit den Firmen, die sich solche horrenden Mieten nicht leisten können? Müssen diese wieder zurück in die Garage, da wo man als Startup eigentlich auch hingehört – oder gibt es bald Arbeitsplatzberechtigungsscheine für bezahlbare Büros?

Ich selbst habe mich schlussendlich gegen ein solches Co-Working Space entschieden und für ein günstigeres Einzelbüro. Und den Kaffee kochen wir nun selbst.