4. Die 2-Wochen-Frist
§ 626 BGB regelt, dass eine außerordentliche Kündigung innerhalb von 2 Wochen ab Kenntniserlangungen von den Tatumständen dem Arbeitnehmer zugegangen sein muss. Im Fall der Verdachtskündigung ist diese Frist angesichts der erforderlichen Ermittlungsarbeiten sehr knapp. Die Gerichte erkennen dies an und berechnen den Beginn der Frist ab dem Zeitpunkt, in welchem der Arbeitgeber seine Ermittlungen abgeschlossen hat. Es wird allerdings verlangt, dass die Ermittlungen schnellstmöglich ab Kenntnis der ersten Verdachtsmomente durchgeführt werden. Der Arbeitgeber muss einerseits den Sachverhalt umfassend ermitteln, ihm droht andererseits aber stets der Ablauf der 2-Wochen-Frist. Es empfiehlt sich daher, die 2-Wochen-Frist tunlichst ab dem ersten Tag der Kenntniserlangung eines Tatverdachtes zu berechnen.