Volkswagen ist aber nicht der einzige Automobilhersteller, der die neue digitale Mobilitätswelt erobern will. Moovel erweitert sein bestehendes Shared-Mobility-Portfolio (u.a. Car2Go, MyTaxi) um eine Pooling-Anwendung. Gemeinsam mit den Stuttgarter Straßenbahnen (SSB) testet das zum Daimler-Konzern gehörende Start-up seit Dezember 2017 sein neues Angebot. Der reguläre Betrieb soll im ersten Halbjahr 2018 starten.

Gleich in sieben Städten ist Clevershuttle mit eigenen Autos und Fahrern unterwegs. Neben Berlin, Hamburg und  Stuttgart gibt es On-Demand-Ridepooling auch in München, Dresden, Leipzig und Frankfurt am Main. Die Flotte des Start-ups besteht ausschließlich aus Elektro- oder Wasserstoff-Fahrzeugen. Namhafte Unternehmen konnte Clevershuttel als Investoren überzeugen: Eines von Ihnen ist die Deutsche Bahn, die seit 2015 an dem Technologie-Unternehmen beteiligt ist.

Pilotprojekte in Großstsädten und auf dem Land

Auch das Startup IOKI gehört zum DB-Konzern und entwickelt eine Plattform für On-Demand-Mobilität, die sich in bestehende Transport-Angebote, wie den ÖPNV integrieren lässt. Dazu arbeitet das Unternehmen am Autonomen Fahren. IOKI testet seinen Service ebenfalls bereits: im niederbayerischen Bad Birnbach betreibt IOKI eine öffentliche Teststrecke für sein autonomes Shuttle als Teil des dortigen ÖPNV-Angebotes. In Frankfurt/Main bietet das Start-up Ridepooling zu 32 festen Zielen für DB-Mitarbeiter an. Hier sind aktuell 13 Fahrzeuge im Einsatz, davon vier mit Elektroantrieb.

Was diese Beispiele zeigen? Inzwischen arbeiten Start-ups, Verkehrsbetriebe und etablierte Mobilitäts-Unternehmen gemeinsam daran, die beste Ridesharing-Technologie zu entwickeln. Ich lege mich fest: 2018 werden so viele Angebote nutzbar sein, wie niemals zuvor. Und 2018 wird das Jahr sein, in dem Ridesharing im deutschen Mobilitätsmarkt einen Durchbruch erlebt.