Von Zukunftsprognosen hält er sich eigentlich lieber fern, doch in diesem Fall ist sich unser Kolumnist Niklas Veltkamp sicher: Ride-Sharing ist das nächste große Ding.

Mittwoch ist Kolumnentag bei WirtschaftsWoche Gründer: Heute schreibt Niklas Veltkamp, Mitglied der Geschäftsführung beim Branchenverband Bitkom und dort für Start-ups zuständig.

Zugegeben, die Zukunft zu prognostizieren ist keine leichte Angelegenheit. Das zeigen alljährlich selbsternannte Zukunfts- und Trendforscher wie etwa der Soziologe Matthias Horx, dessen Fehlgriffe aktuell in Sozialen Netzwerken die Runde machen und für Häme sorgen.

2001 prophezeite er: “Das Internet wird kein Massenmedium”. 2010 ergänzte er: “Von Facebook wird in fünf bis sechs Jahren kein Mensch mehr reden”. Jetzt steht fest: Hat beides nicht so ganz gestimmt.

Aber: ohne Erwartungen für die Zukunft geht es nun mal auch nicht – und jedes Start-up und jeder Investor  hat Annahmen über das formuliert, was kommen wird. Wie wird sich die Nachfrage in den kommenden zwölf Monaten entwickeln, welche Technologien werden sich verbreiten und welche vorerst in der Nische bleiben? Für dieses Jahr setzen viele von ihnen auf Ride-Sharing, Ride-Hailing und On-Demand-Lösungen im Öffentlichen Personen Nahverkehr. Und auch ich glaube: 2018 werden wir hier den Durchbruch erleben!

Neuer Service für anspruchsvolle Kunden

Die Digitalisierung hat den Markt für Mobilitätsdienstleistungen bereits grundlegend verändert. Sharing-Modelle, die App-basiert mit intelligenten Algorithmen neue Services schaffen, können genau die veränderten, anspruchsvollen Kundenwünsche erfüllen und bieten so Chancen für die Personenbeförderung. Neue Mobilitätsangebote werden sich stärker am Bedarf orientieren und dabei alle Bereiche effizienter machen, den klassischen ÖPNV ebenso wie das Mietwagengeschäft oder das Taxigewerbe. Wir werden erleben, wie der öffentliche Nahverkehr umweltfreundlicher und zugleich komfortabler wird. Wir als Verbraucher werden von neuen nutzerfreundlichen, transparenten und nicht zuletzt immer kostengünstigeren Services profitieren, die endlich eine echte Alternative zum Individualfahrzeug darstellen.