Oft fokussieren sich Fintechs dabei nur auf einen ganz bestimmten Bereich oder ein bestimmtes Problem der Finanzbranche, andere versuchen die Bank der Zukunft zu bauen. Unstrittig ist die Rolle von Fintechs als Innovationstreiber und somit als idealer Partner für das eigene Unternehmen. Denn von der Zusammenarbeit zwischen Start-ups und etablierten Finanzdienstleistern profitieren letztendlich beide Seiten: Banken und Co. können neue Technologien und kundenorientierte Lösungen in ihr Angebot mit aufnehmen und ihr Geschäftsmodell so weiter digitalisieren – beispielhaft sei hier die Kooperation der DKB mit Cringle, einer mobilen Zahlungslösung für Privatpersonen, genannt. Start-ups profitieren bei einer solchen Kooperation vor allem vom großen Kundenstamm und der Reichweite. Denn was viele nicht wissen: Einige Banken verzeichnen mindestens genauso viele Seitenaufrufe wie die größten E-Commerce-Shops in Deutschland.

Ein physischer Ort, der solche Kooperationen vorantreiben soll, ist der FinTech Hub in Frankfurt. Er ist Teil der Digital Hubs Initiative des Bundeswirtschaftsministeriums und die Anlaufstelle für das Fintech-Ökosystem in Deutschland. Hier können Start-ups und etablierte Unternehmen, Politiker und Wissenschaftler gemeinsam an Ideen und Konzepten für die Digitale Transformation der Branche arbeiten. Damit dreistellige Millionen-Finanzierung für Fintechs in Deutschland bald die Regel sind – und nicht eine erfreuliche Ausnahme.