Anastasia Hofmann und Naomi MacKenzie wollen im WirtschaftsWoche-Elevator Pitch überzeugen. Ihr Start-up Kitro unterstützt Restaurants und Hotels im Kampf gegen Lebensmittelverschwendung.

Eine halbe Minute mit Investor Oliver Samwer im Fahrstuhl: Wie lautet euer Elevator Pitch?
Unsere Technik hilft Restaurants und Hotels, Lebensmittelabfälle zu reduzieren. Werfen Köche Küchenabfälle in einen Abfalleimer, der auf unserer Spezialwaage steht, wird automatisch eine darüber montierte Kamera ausgelöst. Unsere Software wertet dann mittels künstlicher Intelli genz aus, was regelmäßig verschwendet wird und wie viel das kostet. 50 Prozent vom Salat- kopf landen etwa oft im Müll. Restaurants können ihre Köche schulen, Salat besser zu verarbeiten.

Wie seid ihr auf die Idee gekommen?
In unserem Studium an der Hotelfachschule Lausanne, als wir in einem Wettbewerb eine nachhaltige Küche für das Jahr 2025 entwerfen sollten.

Wann ist euch das letzte Mal das Geld ausgegangen – und wie habt ihr überlebt?
Während der Gründung durften wir nicht an unser Stammkapital, was in der Schweiz so üblich ist. Das waren harte Wochen.

Werdet ihr jemals Geld verdienen?
Die Restaurants in der Schweiz und Deutschland, mit denen wir zusammenarbeiten, zahlen einen Monatsbeitrag. Noch deckt der nicht alle Kosten. Das wird sich ändern, wenn die Zahl der Restaurants steigt.

Eure Kultur ist:
a) perfektionistisch wie bei Apple
b) nerdig wie bei Google
c) gnadenlos wie bei Uber
d) …
… spaßig und dennoch hilfreich wie Airbnb.

Wie sieht es mit Vielfalt in eurem Unternehmen aus?
Wir drei sind sehr international, mit Wurzeln in der Schweiz, England und Amerika. Und wir sind zwei Frauen und ein Mann.

Was war euer größter Rückschlag?
Die Gründung eines Start-ups in der Schweiz war für uns ziemlich kompliziert. Es hat mehr als zwei Monate und viele Nerven gekostet.

Wo steht ihr in fünf Jahren?
Wir haben mehr Länder erobert und eine Debatte über Lebensmittelverschwendung angestoßen.

Fakten zum Start-up

Zahl der Kunden: Insgesamt sechs Restaurants, Hotels und Kantinen in der Schweiz und Deutschland
Gründung: 2017
Mitarbeiter: drei
Finanzierung: Eigenfinanziert sowie Wagniskapital vom Handelskonzern Metro und dem US-Fonds Techstars