Im Elevator Pitch der WirtschaftsWoche wollen die Gründer von Kinderheldin überzeugen: Sie vernetzten Schwangere mit Hebammen.

Eine halbe Minute mit der deutschen Investorenlegende Oliver Samwer im Fahrstuhl: Wie lautet euer Elevator Pitch?
Viele werdende Mütter finden keine Hebamme, und das Internet ist da keine Hilfe: voll mit  unzuverlässigen Tipps von Laien. Unsere erfahrenen Hebammen beraten Schwangere und Eltern sieben Tage die Woche online. Lust an dieser Entwicklung teilzuhaben? Dann hast du, lieber Oli, jetzt noch 15 Sekunden uns zu überzeugen, warum du der richtige Partner für uns bist.

Wie seid ihr auf die Idee gekommen?
Einer unserer Gründer, Fabian, kennt als Papa die schlechte Verfügbarkeit von fachlich fundierter Hilfe, gerade an Abenden. Der andere, Paul, hat als Mediziner gemerkt, dass Patienten bereits für einen kleinen, aber seriösen Rat dankbar sind.

Wann ist euch das letzte Mal das Geld ausgegangen – und wie habt ihr überlebt?
Wir haben eine Anschubfinanzierung von Heartbeat Labs, einer Art Brutkasten für digitale Gesundheit, bekommen. Das reicht für den Start.

Werdet ihr jemals Geld verdienen?
Wir haben von Beginn an Geld verdient: mit der Gebühr, die für unsere Beratung anfällt.

Eure Kultur ist:
a) perfektionistisch wie bei Apple
b) nerdig wie bei Google
c) gnadenlos wie bei Uber
d)…persönlich wie bei einer Hebamme.

Wie sieht es mit Vielfalt in eurem Unternehmen aus?
Fünf Frauen, drei Männer. Digital Natives, Mediziner, Hebammen, Soziologinnen, und Exberater. Außerhalb des Büros: Mamas und Papas, Skaterinnen, Fußballschiedsrichter, Schlagzeuger.

Was war euer größter Rückschlag?
Es gibt Sachen, die nicht auf Anhieb funktionieren. Und jeden Tag neue Probleme. Aber nichts davon war für uns bislang ein Rückschlag.

Wo steht ihr in fünf Jahren?
Dann sind wir die erste digitale Anlaufstelle für Mutter-Kind-Gesundheit.

Fakten zum Start-up

Zahl der Kunden: im zweistelligen Bereich
Gründung: September 2017
Mitarbeiter: acht
Finanzierung: Anschubfinanzierung durch Heartbeat Labs