Cherry Ventures bietet 150 Millionen, Orderbird sammelt 20 Millionen ein und Hello Fresh bekommt  Konkurrenz von Amazon. Der Wochenrückblick. 

In Deutschland mag es eine gewisse Neidkultur geben, die auch auf die Gründerszene abstrahlt. Umso wichtiger ist es, die Erfolge zu feiern und da gab es in dieser Woche einiges. So hat der noch relativ junge Wagnisfinanzierer Cherry Ventures für seinen zweiten Fonds 150 Millionen Euro eingesammelt. Neben frischem Geld für neue Start-ups bringen die Macher aus ihrer Zeit bei Zalando, CityDeal oder Quandoo auch das nötige Know-How mit.

Dass es inzwischen leichter ist, auch hierzulande größere Summen einzuwerben zeigt auch Orderbird. 20 Millionen Euro bekommen die Entwickler digitaler Kassensysteme von Investoren wie der Metro.

Auch Auctionata kann nach den Negativschlagzeilen der vergangenen Wochen einen Erfolg vermelden: Das Online-Auktionshaus übernimmt den US-Konkurrenten Paddle8.

Für Furore sorgt seit längerem auch Jodel, die App ist vor allem an deutschen Universitäten verbreitet. Mit dem Messaging-Dienst lassen sich anonym Kurznachrichten in der Umgebung verschicken und lesen: Campus-Klatsch 2.0 sozusagen. In Münster traf nun Geschäftsführer Tim Schmitz auf 150 begeisterte Nutzer, wir waren dabei, um herauszufinden, warum dieser Trend bei Studierenden so beliebt ist.

Hello Fresh liefert mit seinen Essensboxen künftig auch Zutaten für den beliebten Thermomix. Perspektivisch droht Rockets Hoffnungsträger allerdings mächtige Konkurrenz: In den USA soll Amazon bald ein ähnliches Produkt anbieten.

Zum Schluß noch ein Lesetipp: Das Start-up Panono hat früh den Trend zu 360-Grad-Panorama-Aufnahmen erkannt und dafür eine kugelförmige Kamera entwickelt. Der Tagesspiegel hat sie dabei in einer Langzeitreportage begleitet.