Eine Bitkom-Studie zeigt: Die meisten Stellen in Start-ups werden per Mund-zu-Mund-Propaganda vergeben. In Online-Stellenbörsen wird nur jeder zweite Job ausgeschrieben.

Start-ups mögen vieles anders machen als Traditionsunternehmen, doch bei der Vergabe von lukrativen Stellen setzen auch die Jungunternehmen vor allem auf Beziehungen. Der Großteil der Jobs wir per Mund-zu-Mund-Propaganda vergeben, zeigt eine Studie des Branchenverbandes Bitkom.

Demnach setzen mehr als drei Viertel auf persönliche Empfehlungen. „Wer in einem Start-up anfangen möchte, sollte daher sein Netzwerk im Internet sowie offline einspannen“, sagt Bitkom-Geschäftsleiter Niklas Veltkamp.

Allerdings werden auch viele Stellen über die Webseiten der Unternehmen ausgeschrieben (73 Prozent), soziale Netzwerke nutzen sieben von zehn Start-ups.

Online-Stellenbörsen spielen dagegen nur eine untergeordnete Rolle: Weniger als die Hälfte aller Jobs wird dort noch ausgeschrieben (46 Prozent). Auf Personalvermittler greifen sogar nur 19 Prozent der Gründer zurück und klassische Anzeigen in Zeitungen spielen mit fünf Prozent fast keine Rolle mehr.

Für die Untersuchung wurden 150 Gründer in Deutschland befragt. Knapp zwei Drittel der Start-ups sind derzeit auf Mitarbeitersuche. Bei diesen sind im Durchschnitt fünf Stellen zu besetzen.