Noch bietet die Hauptstadt die meisten Stellen bei Start-ups. Doch Köln und Frankfurt holen auf, wie eine aktuelle Untersuchung zeigt.

Seit langem gilt Berlin als die führende deutsche Start-up-Stadt. Doch offenbar wackelt dieser Thron bedenklich.

Das zumindest lässt eine neue Untersuchung der Stellenbörse Joblift in Zusammenarbeit mit dem Online-Magazin Fintech Insider vermuten. Der Start-up-Radar zeigt, in welcher Stadt die meisten Jobs von Start-ups ausgeschrieben werden – und kommt vor allem bezüglich der Wachstumsraten zu einem überraschenden Ergebnis.

Demnach stammen aktuell 45 Prozent aller Start-up-Stellenanzeigen aus der Hauptstadt. 12 Prozent kommen von Start-ups aus München, 6 Prozent aus Hamburg, 4 Prozent aus Frankfurt am Main, 3 Prozent aus Düsseldorf.

Köln legt stark zu

Klingt soweit also höchst vielversprechend für die Hauptstadt. Aber nur so lange, bis man sich den Trend der Stellenanzeigen anschaut: Dann nämlich landet Berlin überraschend auf dem letzten Platz. In der Hauptstadt hat die Zahl der Jobangebote von Juli 2015 bis Juli 2016 um 1,14 Prozent abgenommen.

Damit ist Berlin ist der einzige Start-up-Hub, bei dem die Startup-Stellenanzeigen rückläufig sind. In Hamburg wurden im selben Zeitraum 1,7 Prozent mehr Stellen ausgeschrieben, in Düsseldorf lag das Plus bei 3,3 Prozent.