Viele Start-ups suchen händeringend nach IT-Spezialisten. Eine aktuelle Studie zeigt: Hamburg ist die Hauptstadt der Informatiker.

IT-Experten gesucht: Die Stadt Hamburg hat offenbar den richtigen Code geschrieben, um Fachkräfte aus dem Bereich der Informationstechnologie anzulocken. Der Stadtstaat hat im Bundesländervergleich den größten Anteil an Informatikern unter allen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, wie eine aktuelle Studie des Branchenverbandes Bitkom zeigt.

Hamburg erreicht den Spitzenplatz mit einem Wert von vier Prozent, dahinter folgen etwa gleichauf Hessen, Berlin (jeweils 3,0 Prozent) sowie Baden-Württemberg und Bayern (jeweils 2,9 Prozent). Schlusslichter sind Sachsen-Anhalt (1,0 Prozent) sowie Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern (jeweils 0,9 Prozent). Im Bundesdurchschnitt liegt der Anteil bei 2,3 Prozent. Für die Studie hat der Verband Daten der Bundesagentur für Arbeit zu sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Deutschland mit Stand Ende Juni 2017 ausgewertet.

Der hohe Anteil an Informatikern lässt laut Bitkom Rückschlüsse auf den Stadtstaat Hamburg als innovativen Wirtschaftsstandort zu: „IT-Spezialisten sind in allen Branchen längst unentbehrlich für den Unternehmenserfolg“, lässt sich Bitkom-Präsident Achim Berg in einer Pressemitteilung zitieren. „Neue digitale Geschäftsmodelle, Technologien und Prozesse steigern überall den Bedarf an gut ausgebildeten IT-Experten. An den Standorten, wo der Anteil der IT-Spezialisten besonders groß ist, sitzen viele der innovativsten Unternehmen.“

IT-Experten in verschiedenen Branchen unterwegs

In absoluten Zahlen sind die meisten Beschäftigten in IT-Berufen in Bayern zu finden (156.000), das entspricht laut Bitkom etwa jedem fünften festen IT-Job in Deutschland. Knapp dahinter liegen Nordrhein-Westfalen (153.000) und Baden-Württemberg (134.000). Dagegen arbeiten in Mecklenburg-Vorpommern nur knapp 5.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in IT-Berufen. Insgesamt zählt die Statistik in Deutschland 755.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in Informatik-Berufen. Unter ihnen ist knapp die Hälfte (364.000) tatsächlich bei einem IT- und Telekommunikationsunternehmen beschäftigt, die übrigen arbeiten in anderen Branchen.

Der Verband Bitkom vertritt nach eigenen Angaben mehr als 2500 Unternehmen der Digitalwirtschaft und verfolgt das Ziel, Deutschland weltweit zu einem führenden Digitalstandort zu machen. Zu den Mitgliedern zählen mehr als 400 Start-ups und 1000 Mittelständler.