Auf der Sportartikelmesse ISPO geht es nicht nur um etablierte Namen wie Adidas oder Nike, sondern um neue Ideen. Da kommen Start-ups ins Spiel.

Wenn es um Sportartikel geht, fallen gewöhnlich genau drei Namen: Adidas, Nike und Puma. Doch die Digitalisierung hat die Branche verändert: Sportartikel, das sind längst mehr als Laufschuhe oder die Trainigshose. In der Nische tummeln sich heute auch viele Start-ups, die sich Produkten wie intelligenten Laufschuhen, elektrischen Fahrrädern oder tragbaren Baumhäusern versuchen.

Welche Ideen sich in der Branche entwickelt haben, lässt sich ab Donnerstag auf der ISPO beobachten. Die Leitmesse für Sportartikel findet vom 05. bis zum 08. Februar in München statt.

Die ISPO selbst schreibt sich die Start-up-Förderung explizit auf die Fahnen. „Wir zeigen nicht nur die aktuellen Sporttrends, sondern fördern ganz gezielt auch Nachwuchs“, sagte der Geschäftsführer der Messe München, Klaus Dittrich, auf einer Pressekonferenz vor dem Start. Dafür hat die Messe eigens den Bereich „Brandnew Village“ geschaffen. Dort präsentieren sich ausschließlich junge Unternehmer.

Von den fast 2600 Ausstellern sind 50 Start-ups in der „Brandnew Village“ untergebracht. Die Bandbreite der Ideen reicht vom jungen Hamburger Unternehmen Egret, das kleine Roller mit Elektroantrieb – nicht zu verwechseln mit Motorollern wie einer Vespa – entwickelt, über das sichere Fahrradschlösser produzierende Start-up Lock8 bis hin zu individuellen Skiern der Münchner Gründung Sway.

Der Name der Start-up-Halle findet sich auch in einem Preis für junge Gründer wieder: Die ISPO vergibt seit 16 Jahren den „Brandnew Award“, den unter anderem bereits Nicholas Woodman, der Erfinder der Actionkamera GoPro, erhielt. In diesem Jahr ging der Preis an Onoo, eine Multifunktionsjacke, die gegen Regen schützen soll, aber trotzdem modisch daher kommt.

Auch der ISPO Award ging in diesem Jahr an ein Start-up: Den Titel „Produkt des Jahres“ konnten sich die vier Gründer von Luuv sichern, einem Stativ, das wackelfreie Filmaufnahmen verspricht.

Der Trend geht in diesem Jahr aber klar zu Themen wie Fitness und Gesundheit. Dieser Bereich sei „ein ungeheurer Wachstumsmarkt“, so Dittrich. Er sieht den Trend besonders durch den demografischen Wandel gestärkt: Die heute Fünfzigjährigen seien die neuen Fünfunddreißigjährigen, sagte er auf der Pressekonferenz. In diesem Bereich dominieren jedoch noch etablierte Hersteller – zum Beispiel Nike mit seinem Fitnessband.