Geldspritze für das FinTech-Start-up Weltsparen: Das Berliner Unternehmen nimmt 20 Millionen Euro von Investoren ein und will nun schneller wachsen.

Das Berliner Start-up Weltsparen hat in einer neuen Finanzierungsrunde 20 Millionen Euro eingenommen. Das gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Demnach führten der US-amerikanische Risikokapitalgeber Ribbit Capital und Index Ventures die frische Geldspritze für Weltsparen an. Vervollständigt wird die Investorenrunde vom russischen Investor Yuri Milner, der unter anderem auch in Facebook investierte, und von Tom Stafford.

Für Weltsparen ist es bislang die größte Kapitalspritze. Insgesamt hat der Marktplatz, der Festgelder in Europa vermittelt, seit seiner Gründung nun 30 Millionen Euro von externen Investoren eingenommen. Das FinTech-Start-up hat das frische Kapital bereits verplant. Das Geld soll in die „Beschleunigung des Wachstums in Europa“ sowie in eine „Erweiterung der Produktpalette“ fließen, kündigte das Unternehmen in einer Mitteilung an.

Weltsparen schielt auf Europa

Weltsparen versteht sich als Marktplatz für Festgeld und kooperiert nach eigenen Angaben mit neun Banken in ganz Europa, in Deutschland mit der MHB Bank. Das 2012 gegründete Start-up verspricht Kunden bessere Tarife für Festgeld in anderen Ländern. Die Nutzer gingen „kein grundsätzlich höheres Risiko“ ein, da alle Produkte der EU-Einlagensicherung von mindestens 100.000 Euro unterlägen, schreibt das Unternehmen. Weltsparen hat nach eigenen Angaben das Geld von mehr als 25.000 Kunden in Deutschland vermittelt.

Noch konzentrieren sich Tamaz Georgadze und seine Mitgründer Frank Freund und Michael Stephan auf die Bundesrepublik, doch im Laufe des Jahres soll das Geschäftsmodell auch im Ausland etabliert werden. Die neue Finanzierungsrunde dürfte dabei helfen.