Mit seiner Lösung zur Optimierung und Überwachung von Unternehmenssoftware hat das deutsch-amerikanische Start-up erneut namhafte Investoren von sich überzeugt. 

Das deutsch-amerikanische Start-up Instana, das ein Programm zur Optimierung und Überwachung von Unternehmenssoftware – kurz Application Performance Management (APM) – entwickelt hat, sichert sich 30 Millionen US-Dollar Wachstumskapital.

Angeführt wird die Series-C-Finanzierungsrunde von Meritech Capital unter Beteiligung des bestehenden Investors Accel, der als Risikokapitalgeber bereits in Unternehmen wie Facebook, Baidu oder Macromedia investiert hat. Mit an Bord ist außerdem Target Partners. Insgesamt hat Instana damit bis heute 57 Millionen US-Dollar eingesammelt.

„Instana wird die Mittel nutzen, um die wachsende Nachfrage nach ihrer APM-Lösung zu decken, in zusätzliche Produktforschung und -entwicklung zu investieren, ihr Partner-Ökosystem zu erweitern, um ein Höchstmaß an Anbindung und Integration mit wichtigen Technologiepartnern und Cloud-Anbietern zu gewährleisten, und die globalen Vertriebs- und Marketingprogramme verstärken“, sagte Gründer Mirko Novakovic auf Nachfrage von WirtschaftsWoche Gründer.

Instana setzt auf Automatisierung und Künstliche Intelligenz

Instana bietet seinen Kunden Lösungen zur automatischen Anwendungsüberwachung für Container- und Microservice-basierte Softwarearchitekturen. So können beispielsweise Onlineshops mi Hilfe der Software die Stabilität ihrer Seiten und deren Erreichbarkeit gewährleisten. Dazu setzt das Unternehmen auf Automatisierung und Künstliche Intelligenz, um moderne, dynamische Anwendungsumgebungen zu visualisieren, verwertbare Informationen zu erhalten und die Leistungsfähigkeit über den gesamten DevOps-Lebenszyklus hinweg zu erhöhen.

„Andere APM-Lösungen bieten keine Echtzeit-Transparenz und kein genaues Bild der Struktur und der Abhängigkeiten einer Anwendung. Ohne Konfiguration entdeckt Instana automatisch und kontinuierlich Komponenten, Architektur und Abhängigkeiten des gesamten technischen Stacks der Anwendung sowie die Anforderungsmuster der verteilten Dienste. Unternehmen setzen immer mehr auf die “cloud-native” Architektur von Microservices und Instana ist perfekt für diesen Anwendungsstil geeignet“, erklärt Mirko Novakovic.

225 Kunden aus aller Welt

Das Start-up wurde im April 2015 als Spin-off des 2005 in Solingen gegründeten Softwareunternehmens Codecentric von Mirko Novakovic (CEO), Pete Abrams (COO), Fabian Lange (VP of Engineering) und Pavlo Baron (CTO) in San Mateo (Kalifornien) und Solingen (Deutschland) gegründet.

Aktuell hat Instana mehr als 225 Kunden, unter anderem in Japan, Australien, Israel, Südafrika, Deutschland, den USA und Argentinien. Dazu gehören Unternehmen wie Audi, ClearScore, Sixt Rent a Car, Edmunds.com, Yahoo Japan, Macmillan Learning und Franklin American Mortgage. Eigenen Angaben zufolge konnte das Unternehmen ein jährliches Umsatzwachstum von über 600 Prozent im vergangenen Geschäftsquartal verzeichnen. Genaue Zahlen wollte Mirko Novakovic gegenüber WirtschaftsWoche Gründer nicht nennen.