Die Plattform übernimmt Aufträge und sucht digital die passenden Transporteure. Mit dem neuen Kapital soll die Automatisierung ausgebaut werden. Dazu steigt auch ein neuer Digitalexperte ein.

Von einer Palette Fracht bis hin zu einem komplett gefüllten Vierzigtonner: Das im Juni 2016 gegründete Start-up Instafreight will es gewerblichen Versendern einfach machen, indem es als digitale Spedition die komplette Abwicklung eines Transport übernimmt – aber selbst keine Lastwagen losschickt, sondern auf Transporteure zurückgreift. Heute schon sind dabei nach eigenen Angaben mehr als 3000 Subunternehmer auf der Plattform registriert, die ihre Frachtkapazitäten anbieten.

Um das Geschäft weiter auszubauen, kann Instafreight jetzt auf neues Kapital setzen: Eine private und nicht genannte Investmentgesellschaft steckt acht Millionen Euro in das Start-up. „Neben zunehmender Automatisierung stehen Datenschnittstellen zu unseren Kunden und Partnern im Vordergrund“, sagt Unternehmensgründer Philipp Ortwein. Als Verstärkung für das Management-Team kommt zudem Maximilian Schäfer neu in das Unternehmen – er bringt Erfahrungen beim Logistik-Unternehmen TNT und einem E-Commerce-Unternehmen mit.

Algorithmen für eine bessere Auslastung

Mit dem Geschäftsmodell profitiert Instafreight von der stark zersplitterten Logistik-Landschaft, die in Deutschland noch von kleinen und mittelständischen Betrieben geprägt ist. Erst langsam hält die Digitalisierung hier Einzug, wie Studien zeigen. Gleichzeitig ermöglichen Algorithmen und andere digitale Werkzeuge, leichter die passenden Routen, Fahrzeuge und Preise für Verbindungen zu finden.

Lkw-Hersteller MAN und das Beratungsunternehmen BCG haben dafür etwa im vergangenen Jahr die Plattform Loadfox gestartet, auf der mittlerweile über 1000 Speditionen registriert sind. Hier stehen die Transporteure selbst im Fokus – Teilladungen sollen auf der Plattform möglichst effizient gebündelt werden und so die Auslastung der Speditionen verbessern.