Kopf, Hand + Fuss

Stefanie Trzecinski kommt selbst aus einer hörgeschädigten Familie. Die Kommunikation untereinander fiel oft schwer. „Daraus ist der Wunsch entstanden, ein Miteinander auf Augenhöre zu gestalten“, erklärt Trzecinski. 2011 gründete sie das gemeinnützige Unternehmen Kopf, Hand + Fuss, das seitdem verschiedene Projekte für und mit Menschen mit Behinderungen anschiebt.

Eines dieser Projekte ist die App Irmgard, mit der Menschen das Lesen und Schreiben lernen sollen. Eigentlich war das Projekt für Menschen mit Behinderung und Analphabeten gedacht. Allein das sind laut der Website 7,5 Millionen Menschen in Deutschland. Inzwischen hat sich die Zielgruppe jedoch ausgeweitet. „Wir merken, dass auch Flüchtlinge oder Menschen nach einem Schlaganfall unsere App nutzen“, erzählt Trzecinski.

Als gemeinnütziges Unternehmen wird Kopf, Hand + Fuss größtenteils durch Fördergelder von Bund und EU bezahlt. Viele aus dem Team arbeiten zudem ehrenamtlich. Die Produkte und Projekte sind für den Verbraucher deshalb am Ende kostenlos. Trzecinski will den Menschen so möglichst leicht Teilhabe an der Gesellschaft ermöglichen. „Wir wollen das Tabuthema Behinderung aufbrechen.“