Das Berliner Indoor-Farming-Start-up Infarm erhält 20 Millionen Euro. Mit dem Geld wollen die Gründer in weitere europäische Städte expandieren.

Wenn es nach den Gründern von Infarm geht, brauchen wir in Zukunft zum Anpflanzen von Gemüse und Kräutern keine Erde und keine Sonne mehr. Sie bauen die Pflanzen stattdessen in Brutschränken an, in denen die Samen dank der gleichmäßig feuchten Wärme sehr schnell treiben. Der gesamte Anbau wird permanent digital überwacht – Faktoren wie ph-Wert, Temperatur oder Nährstoffdichte werden überprüft und bei Bedarf angepasst, damit die Pflanzen möglichst gut wachsen können.

Mit dieser Idee haben die drei aus Israel stammenden Brüder Guy und Erez Galonska und dessen Freundin Osnat Michaeli jetzt zum zweiten Mal eine Reihe namhafter Investoren überzeugt.

Mini-Farmen in Supermärkten und Restaurants

Balderton Capital, Triple Point Capital und Mons Investments sowie die Altinvestoren Cherry Ventures, QUADIA und LocalGlobe unterstützen das Unternehmen in der aktuellen Finanzierungsrunde mit 20 Millionen Euro. Bereits im vergangenen Jahr erhielt Infarm vier Millionen Euro.

Mit der aktuellen Kapitalspritze wollen die Gründer noch in diesem Jahr in Paris, London, Kopenhagen und in weiteren deutschen Städten an den Start gehen. Aktuell gibt es in Berlin rund 50 Mini-Farmen in Supermärkten, Restaurants und Lagerhäusern.