Die Gründer des Startups “Venture Idea” hatten nicht nur eine gute Idee, sie versorgen sogar andere Unternehmen mit Ideen.

Wer ein Startup gründen will, braucht vor allem eine clevere Idee. Lucas Sauberschwarz’ Geschäftsmodell klingt da größenwahnsinnig: Mit seiner Firma Venture Idea betreibt er die „systematische Produktion von Ideen“. Innovationen im Dutzend will er an große Unternehmen verkaufen. „Sie haben Kapital, aber keine Zeit“, sagt der 33-Jährige. Daher entwickelt er je nach Auftrag neue Produkte, Marketingkonzepte und mehr. Anfangs war sein Ansatz erklärungsbedürftig. „In der Regel wird ja nicht die Konzeption bezahlt, sondern wer den Pitch gewinnt, darf sie umsetzen“, so der Existenzgründer. Aber inzwischen konnte er viele bekannte Unternehmen überzeugen. Auf der Liste der Auftraggeber stehen Zalando, DHL, L’Oréal, Ültje, Höffner oder Germanwings.

Für eine Männerkosmetik-Marke von Estée Lauder hat Venture Idea einen Drei-Jahres-Plan zur Verkaufssteigerung erarbeitet. Durch die Umsetzung neuer Maßnahmen konnte das Unternehmen nach eigenen Angaben den Umsatz pro Verkaufsstelle deutlich steigern. Ein weiterer Auftrag war die Entwicklung einer Smartphone-App für das Berliner Unternehmen Etventure.

Das Programm können andere Firmen zur Gesundheitsförderung ihrer Mitarbeiter einsetzen. Es wurde inzwischen an namhafte Firmen verkauft.