Tengelmann Ventures führt die acht Millionen Euro schwere Finanzierungsrunde an. Das Start-up will seinen Musikkatalog weiter ausbauen.

Erfolg in der Nische: Idagio bietet seit 2015 einen Streaming-Dienst für klassische Musik an – und erreicht damit bereits Nutzer in 70 Ländern. Wie nun bekannt gegeben wurde, hat das Berliner Start-up eine Finanzierungsrunde in Höhe von acht Millionen Euro abgeschlossen. Geldgeber sind Tengelmann Ventures, Btov Partners und ungenannte Business Angels.

„Mit Hilfe des neuen Kapitals werden wir unsere Technologieführerschaft weiter ausbauen und verstärkt in unser Ziel investieren, die weltweit größte Klassik-Sammlung aufzubauen“, sagt Till Janczukowicz, Gründer und CEO von Idagio. Derzeit finden sich bei dem Streamingdienst mehr als 140.000 Aufnahmen – nach Angaben des Start-ups kommen jede Woche kommen über 5.000 neue hinzu.

Vergütung pro gehörter Sekunde

Wie bei den großen Streamingdiensten Spotify und Apple Music kostet ein Monats-Abo 9,99 Euro. Die Vergütungen an die Rechtehaber unterscheidet sich aber: Statt pro gehörtem Song rechnet Idagio pro vom Nutzer gehörter Sekunde ab. Das, so das Start-up, sei wirtschaftlich relevant, da Werke der klassischen Musik signifikant länger seien als Pop-Songs.

„Wir sind überzeugt, dass sich viele Klassik-Liebhaber für Idagio entscheiden werden. Dadurch sehen wir ein großes Marktpotential für unser Investment“, wird Christian Winter, Vorsitzender der Geschäftsführung von Tengelmann Ventures, zitiert. Das Start-up beschäftigt aktuell 46 Mitarbeiter.