Das Start-up bietet eine Gesundheitsplattform für Unternehmenskunden an. Individuelle Online-Kurse sollen Mitarbeiter dazu motivieren, sich mehr zu bewegen.

Fitness- und Yogaübungen, Mentaltraining, Rezeptideen: Humanoo baut seit der Gründung vor zwei Jahren eine digitale Gesundheitsplattform auf. Öffentlich zugänglich ist die Datenbank bisher nicht – das Angebot richtet sich an Mitarbeiter von Unternehmenskunden. Die als Ergänzung zu anderen Aktivitäten im betrieblichen Gesundheitsmanagement gedachte Plattform nutzen nach Angaben des Berliner Start-ups bereits Konzerne wie Media Saturn, Gothaer und die Deutsche Bank. Nun hat Humanoo in einer Finanzierungsrunde fünf Millionen Euro eingesammelt.

Zu den neuen Geldgebern gehören der Kölner Frühphaseninvestor Dieter von Holtzbrinck Ventures (DvH Ventures) und der Bad Homburg ansässige Fondsinvestor Creathor Ventures. Kapital kommt zudem vom Bestandsinvestor Rocket Internet sowie der als Mitgründer tätigen VC-Gesellschaft Rheingau Founders. Mit den neuen Mitteln will Humanoo die Plattform weiter ausbauen sowie Kooperationen mit Krankenkassen und Versicherungen voranbringen.

Humanoo-Gründer Philip Pogoretschnik wirbt damit, dass sich die Investition in das Präventionsangebot für Unternehmen schnell auszahlt – denn potenziell können so Krankheitstage reduziert und die Motivation der Mitarbeiter gesteigert werden. „Die bislang verfügbaren Angebote sind aber häufig nicht skalierbar über alle Unternehmensbereiche und lassen kaum eine Wirkungsmessung zu“, sagt Christian Weiss, Partner bei Creathor Ventures. Diese Lücke schließe Humanoo mit seiner Plattform. Denn diese erlaube es, maßgeschneiderte Lösungen für jeden Nutzer anzubieten.

Individuelle Trainingspläne

Der Ansatz des aktuell 40 Mitarbeiter großen Start-ups: Die Humanoo-App schlägt Nutzern individuell auf sie zugeschnittene Übungen, Tageseinheiten und Wochenpläne vor. Die Vorschläge basieren nach Angaben des Unternehmens auf dem Fokus, dem Fitnesslevel und den persönlichen Präferenzen des Nutzers. Die App trackt die Aktivitäten der User. Je nach Höhe des daraus resultierenden „Health Score“ erhalten sie reduzierte Krankenkassenprämien oder vom Arbeitgeber festgelegte Bonuszahlungen.

Die Digitalisierung im betrieblichen Gesundheitsmanagement vorantreiben will auch Machtfit. Das Unternehmen bringt über seine Plattform Anbieter von Sport- und Präventionskursen mit Arbeitnehmern und Unternehmen zusammen. Im Sommer hatte das ebenfalls in Berlin ansässige Start-up 2,2 Millionen Euro eingeworben.