Der HTGF selbst hat mit dem neuen Fonds seine Finanzierungsbedingungen angepasst. Warum?
Wir sind flexibler in der Höhe der Summe geworden – das hilft uns, wenn es um ein gemeinsames Investment mit anderen Geldgebern geht. Die neue maximale Summe, die wir in ein einzelnes Start-up stecken können, liegt nun bei drei Millionen Euro. Das hilft uns, auch kapitalintensivere junge Firmen zu unterstützen. Ferner starten manche Unternehmen als Dienstleister und benötigen erst später eine Finanzierung für ihre Innovationen. Um diese Unternehmen zu erreichen, können wir Unternehmen finanzieren, die drei Jahre alt sind. Bisher waren es 12 Monate.

Welche Ziele hat der HTFG für das laufende Jahr?
Auch in diesem Jahr werden wir etwa 30 Start-ups in unser Portfolio aufnehmen. Wir beobachten, dass die Berliner Szene eine gute Lokomotive für den Markt ist – und hoffen, dass wir diese Energie auch auf andere Bereiche übertragen können. Neben den Themen rund um die Digitalisierung glauben wir auch an Bereiche wie Energie, Sensorik, Bioscience oder Chemie. Da ändert sich das Klima und die Aufgeschlossenheit gegenüber Start-ups nimmt deutlich zu. Unser Ziel ist es, potentialreiche Start-ups aus den verschiedenen Technologiefeldern zu finanzieren und ihnen zu helfen, groß zu werden.