Das junge Unternehmen erhält zwei Millionen Euro, um das Programm rund um den gesamten Hotelaufenthalt fortzuschreiben. Große Ketten setzen bereits auf die Software.

Einchecken, auschecken, Eingangstüren öffnen, Rechnungen überweisen: Mit einer App für Hotelgäste ist das Start-up Hotelbird seit 2015 auf dem Beherbergungsmarkt unterwegs. Jetzt steigen zwei neue Investoren ein: Die Bayerische Beteilungsgesellschaft BayBG und die Hannover Finanz steigen bei dem jungen Unternehmen. Sie beteiligen sich zwei Millionen Euro Wagniskapital an dem Start-up.

Jetzt soll es auch darum gehen, die „Marktpräsenz noch einmal deutlich zu erhöhen“, wie BayBG-Investmentmanager Lukas Biberacher sagt. Einige größere Ketten konnte das Start-up dabei nach eigenen Angaben schon überzeugen: Steigenberger, Leonardo oder die amerikanische Motelkette Super 8 nutzen die Software, um ihren Gästen einen unkomplizierten Aufenthalt zu ermöglichen. Stolz ist man bei Investoren und Start-up vor allem auf die Schnittstellen, die eine Anbindung des Programms an bestehende IT-Infrastruktur vereinfachen soll.

Nächste Runde bereits in Sicht

Nachdem die grundsätzliche Anwendung bereits im täglichen Einsatz ist, geht es nun um eine schnelle Skalierung der Software. Schon in der jetzigen Finanzierungsmeldung kündigen die Münchener eine weitere Kapitalaufnahme an – auch die soll sich im Millionenbereich bewegen. Obwohl laut eigener Aussage bereits heute eine gute Ertragslage existiert, will Hotelbird also noch einmal Gesellschafter an Bord holen.

Neben dem schnellen Wachstum träumen die beiden Gründer Juan A. Sanmiguel und Korbinian Hackl auch von neuen Technologien. Mit einer direkten und provisionsfreien Buchungsmöglichkeit, die die Hotels in ihren Apps einrichten können, positioniert sich Hotelbird auch als Helfer gegen die kommissionshungrigen Portale wie booking.com oder HRS. Im Gespräch mit einem Fachportal nannten die Gründer auch die Integration von Datenbrillen oder vernetzten Lautsprechern als eine Perspektive.