Im Elevator Pitch der WirtschaftsWoche wollen die Gründer von Honeypot, Emma Tracey und Kaya Taner, überzeugen. Sie locken Firmen mit einem Honigtopf an qualifizierten Entwicklern.

Eine halbe Minute mit Investor Oliver Samwer im Fahrstuhl: Wie lautet euer Elevator Pitch?
Wir wollen jedem guten Programmierer einen Job besorgen, der ihn nicht langweilt. Und Unternehmen die besten zehn Prozent aller Talente. Softwareentwickler, die wir vermitteln, müssen zum Test eine Programmieraufgabe lösen und ein Video-Interview durchlaufen. Wer besteht, den stellen wir auf unsere Plattform, wo Firmen wie Zalando, Zeiss und Helpling sich dann bei dem Programmierer bewerben – und nicht umgekehrt.

Wie seid ihr auf die Idee gekommen?
Wir hatten beide zuvor schon in Deutschland und Südafrika Start-ups gegründet und wissen, wie anstrengend es ist, gute Programmierer aufzutreiben. Headhunter, klassische Jobportale – das alles funktioniert nicht gut.

Wann ist euch das letzte Mal das Geld ausgegangen – und wie habt ihr überlebt?
Noch nie. Wir haben eigenes Geld investiert und konnten einige Investoren auftun.

Werdet ihr jemals Geld verdienen?
Wir machen seit Beginn Umsatz durch eine Transaktionsgebühr, die wir pro Vermittlung nehmen. Und seit 2017 sind wir profitabel.

Eure Kultur ist:
a) perfektionistisch wie bei Apple
b) nerdig wie bei Google
c) gnadenlos wie bei Uber
d) … Wir wollen nicht wie andere sein. Wir lernen und gehen auch mal Risiken ein. Das ist unsere Kultur.

Wie sieht es mit Vielfalt in eurem Unternehmen aus?
Wir sind je zur Hälfte Männer und Frauen. Und divers bei Hautfarbe und sexueller Orientierung.

Was war euer größter Rückschlag?
Wir glaubten anfangs, dass wir ohne persönlichen Kundendienst auskommen, alles nur per Software funktioniert. Das war naiv.

Wo steht ihr in fünf Jahren?
In fünf Jahren sind wir für Talente an den Top-Technologiestandorten Europas unverzichtbar.

Fakten zum Start-up

Zahl der Kunden: 1000 Unternehmen sowie jede Woche 1000 neue Programmierer auf Jobsuche
Gründung: 2015
Mitarbeiter: 25
Verfügbar in: Deutschland, den Niederlanden und Großbritannien
Finanzierung: Eigenmittel und private Investoren