Im Elevator Pitch der WirtschaftsWoche treten heute die Gründer von Holoplot, Roman Sick und Adrian Lara Moreno, an. Sie arbeiten an einem neuen Audiosystem. Wie urteilt Investor Florian Heinemann?

Eine halbe Minute mit Investor Florian Heinemann im Fahrstuhl: Wie lautet euer Elevator Pitch?
Mit unseren Lautsprechern können wir Schall so genau steuern, dass er auch in riesigen, verwinkelten Räumen überall glasklar und gleich laut ankommt. Wir sorgen zudem dafür, dass verschiedene Personen in einem Raum zur gleichen Zeit unterschiedliche Dinge hören können. Der Schall kann Menschen sogar folgen, wenn sie sich bewegen. Wir kooperieren inzwischen unter anderem mit der Deutschen Bahn, um Bahnhofsdurchsagen zu verbessern. Und statten die Madison Square Gardens in London und Las Vegas mit unserem Audiosystem aus. So erhält jeder Konzertbesucher den besten Klang. Bisher bekommt meist nur derjenige einen perfekten Stereosound, der in der Raummitte steht.

Wie seid ihr auf die Idee gekommen?
Einer der Erfinder in unserem Start-up hat sich lange mit Akustik in Planetarien beschäftigt. Das sind extrem schwierige Räume, was Klang angeht. Wir haben irgendwann festgestellt, dass die Technologie auch anderswo das Klangerlebnis enorm verbessert.

Und wie verdient ihr damit Geld?
Wir verkaufen unsere Audiosysteme und Beratung an Unternehmen. Und lizenzieren unsere Software.

Eure Kultur ist:
a) perfektionistisch wie bei Apple
b) nerdig wie bei Google
c) gnadenlos wie bei Uber
d)…wir sind definitiv nerdig, perfektionistisch. Für ein Audiounternehmen ist es in unserem Büro bemerkenswert still. Wir arbeiten sehr konzentriert.

Wie sieht es mit Vielfalt in eurem Unternehmen aus?
Unsere 35 Mitarbeiter stammen aus 18 Nationen. Und die Frauenquote steigt.

Was war euer größter Rückschlag?
Wir mussten viele kleine Rückschläge verkraften. Haben mehrfach teure Teile bestellt, die wir dann gar nicht oder nur kurz gebraucht haben.

Wo steht ihr in fünf Jahren?
Dann sind wir einer der weltweit führenden Ausrüster für professionelle Beschallung, rüsten viele Bauwerke und Großveranstaltungen aus.

Fakten zum Start-up:

Finanzierung: Private Investitionen und Wagniskapital
Gründung: 2011 in Potsdam
Mitarbeiter: 35

Würde der Profi investieren?

Idee: 5/5
Geschäftsmodell: 3/5
Timing: 4/5

Urteil: „Der Ansatz von Holoplot ist spannend. Es gibt viele Einsatzmöglichkeiten für die Technologie, und Holoplot kann das mit Kunden aus der Entertainment-Industrie, aber auch dem Verkehrssektor gut demonstrieren.“
Florian Heinemann, Partner der Wagniskapitalfirma Project A und früherer Geschäftsführer bei Rocket Internet

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