Wie ist es für Sie nach der Sendung weitergegangen?
Wohlleber: Es ist eigentlich gar nicht so viel passiert. Wir haben eine Crowdfunding-Kampagne abgeschlossen, seit Sommer sind unsere Hängematten jetzt verfügbar.

Sie haben über Startnext gut 10.000 Euro eingenommen. Hätten Sie das Investment der „Löwen“ überhaupt benötigt?
Wohlleber: Nicht unbedingt. Aber wir hätten ein Investment ganz gut gebrauchen können, um unser Marketing voranzutreiben, auf Messen aufzutreten und die Marke bekannter zu machen. Jetzt kommt erst einmal der Winter, da ist in der Outdoor-Branche nicht so viel los. Das gibt uns Zeit, um zu entscheiden, wie wir mit Hamaka weitermachen.
Schmidt: Wenn wir jetzt klein weitermachen und organisch wachsen, ist das auch gut.

„Wir wollen mit unserer Produktion in Europa bleiben“

Warum wollen Sie Ihr Geschäftsmodell nicht skalieren, wie es die „Löwen“ gerne hätten? Wäre es nicht beispielsweise eine Option, mit dem Einzelhandel zusammenzuarbeiten?
Schmidt: Wir produzieren unsere Hängematten in Europa, einen Großteil des Produkts auch in Deutschland. Dadurch ist die Herstellung sehr teuer. Wenn wir jetzt mit dem Einzel- oder mit dem Fachhandel zusammenarbeiten, müssten wir viel größere Stückzahlen zu viel geringeren Kosten produzieren, um die Marge des Einzelhandels erreichen zu können. Das ginge nur noch im Ausland.

Das ist doch grundsätzlich nicht verwerflich.
Wohlleber: Nein, aber wir wollen die Qualität hochhalten. Deswegen bleiben wir mit unserer Produktion in Europa.

Können Sie von dem Geschäft mit Hängematten denn schon leben?
Schmidt: Nein, leben können wir davon nicht.
Wohlleber: Noch nicht. Wir sind allerdings auch noch Studenten und müssen das auch nicht.
Schmidt: Aber es macht viel Spaß, das Unternehmen aufzubauen und weiterzuentwickeln, das Produkt zu optimieren.