Mit einem neuen Kinderspielzeug wollten David Völker und Ansgar Messmer die Löwen begeistern. Am Ende blieben sie auf ihrem Spielteppich alleine sitzen.

Von Julia Nikschick

Erst 2015 startete David Völker seinen Traum einer eigenen Firma für Kinderspielzeug, dennoch wagte er bereits den Schritt in die Höhle der Löwen. Neben viel Lob mussten Völker und sein Mit-Gründer Ansgar Messmer jedoch auch viel Kritik einstecken. Das erhoffte Investment von 200.000 Euro für 15 Prozent ihrer noch kleinen Firma Teppino rückte in weite Ferne. 
Doch dann machte Unternehmer Ralf Dümmel doch noch ein Angebot. Die Teppino-Gründer entschieden sich allerdings dagegen. Im Interview erzählt Völker, warum er bei seinem vorab festgelegten Limit blieb, und wie es nun mit Teppino weitergeht.

Herr Völker, wie kam es zur Gründung von Teppino?
David Völker: Ich hatte die Idee im Jahr 2015 und bin zuerst alleine gestartet. Von Anfang an stand ich vor der Frage, ob ich Teppino aus eigenen Mitteln aufbaue oder mir Investoren mit an Bord hole. Als dann klar war, dass Teppino die Höhle der Löwen betreten würde, habe ich Ansgar mit an Bord geholt. Wäre es zu einem Deal gekommen, wäre Ansgar voll bei Teppino eingestiegen und hätte die App mit aufgebaut. Mittlerweile ist jedoch die Entscheidung gefallen, vorerst ohne Investoren weiterzumachen. Ansgar arbeitet daher nicht voll bei Teppino mit, sondern konzentriert sich auf seine Arbeit als freiberuflicher Spiele-Designer.

Sie verkaufen einen Spielteppich, der mit einer App gekoppelt ist. Wie überzeugen Sie Eltern, die der Kombination von Kindern und Smartphones kritisch gegenüber stehen?
Kritische Stimmen hören wir natürlich immer wieder. Die gute Nachricht für uns ist, dass die größte Kritik meist von Eltern kommt, die den Teppino noch nicht live gesehen haben. Von Eltern, die unseren Teppich mal selbst getestet haben, erhalten wir sehr gute Rückmeldungen. Und genau darin liegt unsere Herausforderung. Wir müssen die Besonderheiten von Teppino so erklären, dass wir nicht sofort in einer Schublade mit den üblichen Handy-Spielen landen. Denn bei Teppino steht gerade das Offlinespielen auf dem Teppich im Vordergrund, das wir mit unserer App durch Lerninhalte erweitern. Und natürlich funktionieren unsere Spielteppiche auch komplett ohne App.