Der Hamburger Unternehmer Ralf Dümmel ist in der 3. Staffel der TV-Show „Die Höhle der Löwen“ neu als Juror dabei. Im Interview sagt er, in welche Produkte er investieren würde und wie wichtig Bauchgefühl ist.

Interview: Kristin Haug

WirtschaftsWoche Gründer: Herr Dümmel, warum machen Sie bei der „Höhle der Löwen“ mit?

Ralf Dümmel: Weil ich den Gründern weiterhelfen kann und mehr biete als Geld. Geld allein hilft nicht dabei, groß zu werden.

Sondern?

Sie brauchen vor allem einen strategischen Partner – und ich kann mit meinem Unternehmen im Hintergrund (DS Produkte) und meinem Know-How viel beisteuern.

Wer Geld investiert, will auch Geld verdienen.

Klar ist, dass es sich bei „Die Höhle der Löwen“ nicht um einen Wohltätigkeitsball handelt. Natürlich haben sich meine Mitarbeiter und ich gefragt, ob wir in die Öffentlichkeit wollen. Aber wir glauben, dass sich am Ende für Gründer und Investor eine Win-Win-Situation ergibt.

Erhoffen Sie sich also durch die Show auch mehr Aufmerksamkeit für Ihr Unternehmen?

Aufmerksamkeit schadet uns zumindest nicht. Wir waren in der Vergangenheit nie groß in der Öffentlichkeit, aber wir brauchen uns auch nicht zu verstecken.

Sie treten zum ersten Mal in einer Fernsehshow auf, waren Sie vor den Aufzeichnungen aufgeregt?

Fernsehen ist völliges Neuland für mich, deswegen war ich sehr aufgeregt. Aber ich habe schnell begriffen, dass es am besten ankommt, wenn ich mich nicht verstelle, sondern so auftrete, wie ich bin. Dann zu entscheiden, ob ein Produkt gut ist oder nicht, ob es sich verkaufen lässt – das fällt mir nicht schwer, das mache ich seit 28 Jahren.

Nach welchen Kriterien entscheiden Sie, ob Sie einem Gründer einen Deal vorschlagen?

Das Wichtigste ist der Mensch. Unternehmer können nur mit jemand anderem erfolgreich sein und sich etwas aufbauen, wenn sie sich gegenseitig sympathisch sind und es Spaß macht, zusammenzuarbeiten. Aber am Ende reicht das natürlich nicht aus. Ein Produkt muss eine bestimmte Story haben: Es muss innovativ sein und Probleme lösen können.