Es ist der Spagat, den so eine Start-up-Show im Fernsehen machen muss: Neben Software, Apps oder E-Commerce eben auch Kuriositäten und viele Dinge zum Zeigen und Anfassen vorzustellen. Trotzdem soll es nun wohl etwas weniger Show und mehr Substanz geben.

Zu den bekannten Start-ups, die sich in dieser Staffel präsentieren, gehören die Finanz-App Lendstar, die Spielzeugflugzeugbauer von Toby Rich oder die Mathe-App Math 42. Gleich in der ersten Folge treten die GoButler-Konkurrenten von Sixtyone Minutes an.

„Es gibt viel bessere Start-ups und deutlich mehr High-Tech“, sagt Thelen. Dafür sei er auch bereit, das Portemonnaie weiter aufzumachen. Nachdem die Juroren im Vorjahr gut 1,5 Millionen Euro investiert haben, ist die Summe in dieser Staffel deutlich höher.

Jochen Schweizer investiert eine Million

Daran hat allein Jochen Schweizer schon einen gewissen Anteil: „Ich habe in diesem Jahr über eine Million Euro an Deals abgeschlossen“, sagt Schweizer. Die Anzahl der reinen Show-Cases habe sich reduziert und es gebe mehr relevante Business-Cases, bestätigt Schweizer. Zudem seien die Gründer besser vorbereitet.

Und so hoffen die Juroren-Investoren auch für sich selbst auf bessere Ergebnisse. Denn von den Start-ups in die sie in der ersten Staffel investiert haben, entwickelten sich nicht alle wie erhofft: „In der ersten Show waren viele Scheißdeals“, sagt Frank Thelen offen.

Allerdings gebe es auch Start-ups, die so gut laufen, dass Thelen nochmal nachinvestiert habe. Zum einen die Portemonnaies und Handyhüllen von Crispy Wallet, zum anderen Meine Spielzeugkiste: „Das ist ein richtiger Kracher“, so Thelen.

Vielleicht lag also Lencke Steiner mit ihrer Zurückhaltung gar nicht so falsch, wie manche Spötter unterstellten. Doch auch sie lässt sich offenbar von den Start-ups der neuen Staffel überzeugen – Steiners Standardsatz „Ich bin raus“ soll jedenfalls deutlich seltener zu hören sein.