Premiere in der „Höhle der Löwen“: Ein Start-up fordert einen Euro Kapital – und bietet zehn Prozent am Unternehmen. Diese Gründer stellen sich vor.

Wizardo (Halstenbek)

Lustige Partymasken für Karneval oder Halloween: Die stellt das Start-up Wizardo her. Schon seit 15 Jahren entwickelt Steffen Oppermann Gesichtsmasken aus Latex, die sich schnell an- und ausziehen lassen und sehr flexibel sind. Der 39-Jährige ist eigentlich Arzt, aber sein Hobby ist mittlerweile längst zu seinem zweiten Beruf geworden. Die Produkte sind online erhältlich, die Umsätze bislang aber eher gering. Aber Oppermann glaubt an seine Idee, möchte die Verpackung überarbeiten und neue Produktlinien auf den Markt bringen. Dafür braucht er von den Löwen 85.000 Euro und würde 20 Prozent an seinem Unternehmen abgeben.

Earebel (Immenstadt)

Ein guter Klang und Sportmachen muss sich nicht ausschließen. Das wollen Dietmar „Didi“ Hirsch und Manuel Reisacher beweisen. Denn In-Ear Kopfhörer sind unbequem, On-Ear Kopfhörer verrutschen. Mit Earebel soll das nicht mehr passieren: Das Duo baut die Kopfhörer in Mützen und Stirnbänder ein. Um das Start-up weiterzuentwickeln und zu vermarkten, brauchen die beiden Gründer 125.000 Euro. Dafür bieten sie den Löwen zehn Prozent des Unternehmens.

Marvel Boy (CH-Wilen-Gottshaus)

Der Schweizer Matthias Gehring hat einen Roboter entwickelt, der Eis zapft – autonom und ohne menschliches Zutun. Der Marvel Boy hat einen 6-Achsen-Roboterarm. Kindern und Erwachsenen wird Eis serviert, das sie vorher über einen Touchscreen ausgewählt haben. Für die Verbesserung des Prototyps braucht der Bürgermeister der Gemeinde Wilen-Gottshaus nun eine Finanzspritze von 250.000 Euro und möchte 30 Prozent an seinem Unternehmen hergeben.

my CHIPSBOX (München)

Bio-Kartoffelchips und Gemüsechips in einer Packung – normalerweise gibt es nur ein entweder oder. Erol Kaynak und seine Frau Ebru wollen das zukünftig ändern. Sie bieten mit ihrem Start-up my Chipsbox beides. „Unsere allerersten Chips haben wir mit einer kleinen Gastro-Friteuse in unserer Küche gemacht”, sagt der Gründer. Die Chips sind vegan, glutenfrei und ohne künstliche Geschmacksverstärker. Damit sie nicht zerbröseln, werden sie in einer Box verkauft. Seit Ende 2015 ist der Snack in zahlreichen Bio-Supermärkten und bei einzelnen Lebensmittelhändlern im Angebot. Nun sollen die Chips Marktführer im Bio-Snacking-Segment werden. Dafür brauchen sie von den Löwen 200.000 Euro und bieten 12,5 Prozent an ihrem Unternehmen.

Filii-Barefoot (Sindelfingen)

Obwohl 98 Prozent aller Kinder mit gesunden Füßen geboren werden, bleiben nur 40 Prozent der Füße auch im Erwachsenenalter gesund. Das liegt nicht zuletzt dran, dass Schuhe den Gang und die natürliche Körperhaltung verändern. Deshalb bieten Brigitte und Thorsten Weiß den ersten Barfuß-Schuh für Kinder. Er schützt nur, stützt aber nicht, so dass sensomotorische Fähigkeiten und der Gleichgewichtssinn gestärkt werden. Von den Löwen wollen sie nun 125.000 Euro und bieten zehn Prozent am Unternehmen.

Scuddy (Kiel)

Ein Elektroroller, der auf die Größe eines Würfels zusammengeklappt werden kann: Das ist die Idee von Tim Ascheberg und Jörn Jacobi. So kann der Fahrer den Roller leicht überall mit hinnehmen und ihn an einer normalen Steckdose innerhalb einer Stunde aufladen. Die Idee für den Scuddy hatten die beiden Freunde bereits in der Schule. Von den Löwen fordern sie jetzt einen Euro Kapital und bieten zehn Prozent am Unternehmen. Was sie sich davon erhoffen? Know-how in Marketing und Vertrieb.