Wenn die Erfinder eines Gewürz-Öls auf die Entwickler eines Fitnessgerätes treffen, befinden wir uns garantiert in der Löwenhöhle. Diese Start-ups wollen heute überzeugen.

Mit zwei Investments, drei Fehlschlägen und einem kompletten Pivot endete die letzte Folge der “Höhle der Löwen”. Heute Abend treten wieder sechs Gründer an, um das Herz (und den Geldbeutel) der Löwen für sich zu gewinnen – und die meisten von ihnen sind – so viel kann schon verraten werden – ziemlich selbstsicher, was ihr Produkt und ihre Erfindung betrifft.

Wir zeigen die sechs Start-ups im Überblick:

MIOOLIO aus Düsseldorf:
Nach dem Motto “Pimp your Pizza” bringen die Freunde Luigi Stella (41) und Taner Gecer (39) mit MIOOLIO italienischen Pizza-Genuss in die heimische Küche. Mit ihren eigens kreierten Gewürz-Ölen soll jede der sieben Millionen Tiefkühlpizzen, die in Deutschland jährlich konsumiert werden, wie frisch aus der Pizzeria schmecken. Der Clou: Das Öl ist in praktischen Portionsbeuteln neben der Tiefkühltruhe im Supermarkt erhältlich. Um endlich große Stückzahlen produzieren zu können, brauchen die beiden allerdings neue Produktionsmaschinen. Dafür benötigen sie 30.000 Euro und bieten 15 Prozent ihrer Firmenanteile. “Mit den ‚Löwen’ an Bord würden wir abgehen wie eine Rakete”, da ist Taner sicher. Kommen die “Löwen” auf den Geschmack?

Goodsmith aus München:
“Wir lösen ein über 2.000 Jahre altes Problem”, versprechen Simon Salowsky (25) und Bennet Klein (22) mit ihrem innovativen Hufschutz “Goodsmith”. Denn Pferde laufen am liebsten barfuß, benötigen auf Asphalt oder mit einem Reiter auf ihrem Rücken aber einen zusätzlichen Schutz für ihre Hufe. Bisher besteht dieser Schutz aus starren und unbeweglichen Eisenbeschlägen, die den natürlichen Hufmechanismus unterdrücken. Simon und Bennet bieten eine pferdefreundlichere Alternative: Ihr Schuh wird mit einem Klett- und Klebesystem mit dem Pferdehuf verbunden und kann beliebig oft und mit wenigen Handgriffen angebracht und entfernt werden. Nägel und Eisen sind hier nicht mehr nötig, der Huf bleibt flexibel und bewegt sich wie in der freien Natur. Für ihre noch zu gründende Firma benötigen die beiden Freunde 250.000 Euro Kapital und bieten dafür 15 Prozent Unternehmensanteile. Werden die “Löwen” bei diesem Angebot zugreifen?

pony puffin aus Berlin:
Sie bieten für 65.000 Euro gleich 49 Prozent ihrer Firma! “Wir suchen in allererster Linie einen weiteren Gesellschafter, der uns mit seinem Know-how zur Seite steht” erklärt Elena Musiol (33). Ihr Mann Julian sieht das ganz ähnlich: “Der Anreiz, Energie und Elan zu investieren, ist bestimmt größer, als wenn man nur fünf Prozent eines Unternehmens hält.” In der “Höhle der Löwen” wollen Elena und Julian nun diesen starken strategischen Partner für ihr Beauty-Produkt finden: Ihr Helferlein “pony puffin” ermöglicht jeder Frau – unabhängig von ihrer Haarstruktur – einen fülligen und dicken Zopf. “Ich selbst habe eher feines Haar ohne Volumen und habe früher alle Mädchen mit einem fülligen Zopf beneidet”, erklärt die PR-Fachfrau. Dieses Problem gehört der Vergangenheit an! Und wenn es nach Elena und Julian geht, wird “pony puffin” in Zukunft in keiner Damenhandtasche mehr fehlen. Ob die “Löwen” das genauso sehen?

erledigungen.de aus München:
Bei jeder Ummeldung des Wohnsitzes oder beim Autokauf ist er nötig: Der Gang zur Behörde. Doch der ist meist mit erheblichen Wartezeiten verbunden. “Das ist verlorene Zeit”, findet Sebastian Simon (26) – und sagt mit seiner Plattform erledigungen.de der Bürokratie den Kampf an! Anstatt seine Zeit mit Warten zu vergeuden, bucht man hier online die gewünschte Dienstleistung und lässt von der Abholung der Unterlagen über die Ausfüllhilfe bis hin zur lästigen Warteschlange auf dem Amt alles von einem Erlediger . erledigen! Der studierte Luft- und Raumfahrttechniker benötigt für sein Unternehmen 200.000 Euro Kapital und bietet dafür 10 Prozent seiner Firma. Ob die “Löwen” das für Sebastian erledigen?

SYWOS aus Kelkheim:
Familienpower in der “Höhle der Löwen”! Nach ihrem Studium ist Wirtschaftsingenieurin Ariane Goehringer (22) wieder zu ihren Eltern Rainer (54) und Sandra (51) gezogen. Ihr Ziel: Der Erfolg ihres gemeinsamen Unternehmens “SYWOS” (steht für: Symmetrical Workout System). Ihr Motto: “Always fit, everywhere”. Dafür hat die sportbegeisterte Familie ein spezielles Fitnessgerät entwickelt. “SYWOS” wiegt so viel wie ein Tablet und kann leicht überall untergebracht werden: Zu Hause, im Büro oder auf Reisen. Für jedes Training gibt es die passenden Übungen. Für weiteres Wachstum benötigt das Familienunternehmen 100.000 Euro Kapital und bietet dafür 10 Prozent Firmenanteile. Ein Business-Case für die “Löwen”?

parce aus München:
Eugen Pflüger (42), Nikolaj Klebert (32) und Malte Janduda (29) haben den ersten Rückschlag mit “parce” bereits verkraften müssen: “Wir haben unser Produkt auf den Markt gebracht, mussten nach drei Monaten allerdings einen offiziellen Rückruf durchführen. Das ist für ein Start-up natürlich der absolute Tiefpunkt”, erinnert sich Eugen. “Wir haben uns aber nicht unterkriegen lassen und die neue Generation entwickelt.” Die drei Gründer versprechen mit “parce” nicht weniger als die Zukunft des Wohnens, sprich: ein smartes und intelligentes Zuhause. Damit nicht alle Lampen, Kaffeemaschinen oder Ventilatoren gegen smarte Geräte ausgetauscht werden müssen, haben die drei Münchner mit “parce plus” einen intelligenten Zwischenstecker entwickelt, der genau den gleichen Zweck erfüllt und mit WLAN funktioniert. Für ihr Unternehmen benötigen Eugen, Nikolaj und Malte 500.000 Euro Kapital und bieten dafür 10 Prozent ihrer Firma. Ob einer der “Löwen” bei diesem Deal zubeißt?