Eine digitale Mannschaftskasse, Pflegecremes für Tattoos und Algendrinks: Welche Start-ups sich heute zur Primetime präsentieren – ein Überblick.

Nach einem emotional aufgeladenen Staffelauftakt geht die vierte Staffel der Vox-Gründershow „Die Höhle der Löwen“ in die zweite Runde. Welche Start-ups buhlen heute zur besten Sendezeit um die Gunst der Juroren? WirtschaftsWoche Gründer begleitet die Sendung ab 20 Uhr wieder mit einem Live-Blog. Hier schon ein Kurzüberblick:

Teamwallet
Auf dem Fußballplatz sind sie schon lange ein Team, nun spielen sie sich auch als Unternehmer die Bälle zu: Michael Schweizer (29), Nicolo Incorvaia (31), Kai Hörsting (32) und Michael Schreiner (33) treten mit Teamwallet an. Die Online-Plattform, zu der auch Smartphone-Apps gehören, ist als digitale Mannschaftskasse gedacht. Die Gründer aus Kirchheim unter Teck bei Stuttgart bieten den „Löwen“ zehn Prozent der Geschäftsanteile. In der Kasse des Start-ups sollen dafür 75.000 Euro landen.

TattooMed
Mit einer Pflegeserie für tätowierte Haut treten Janusz Hermann (37) und Jenny Fischer (36) an. Den Marktstart haben die Gründer schon lange sich, nun wollen sie TattooMed groß machen. Ihr Vorschlag an die Investoren: Zehn Prozent der Unternehmensanteile gegen 300.000 Euro. Im Portfolio hat das in Stuttgart ansässige Start-up unter anderem Cremes, die nach dem Stechen bei der Regeneration der Haut helfen und das Tattoo vor dem Verblassen bewahren sollen. Expertise bringen die Gründer mit: Jenny Fischer hat lange in einem Tattoo-Studio gearbeitet, ihr Mitgründer ist Pharmazeut.

Fluxbag
Schwimmtiere oder Luftmatratzen aufzublasen, ist Erholungsurlaubern kaum zuzumuten – finden jedenfalls Jens Thiel (47) und Lucas Richter (33). Das Duo hat deswegen Fluxbag entwickelt. Das Teil erinnert optisch an einen wasserdichten Packsack. Die Gründer aus Leipzig versprechen: Mit wenigen Atemzügen lassen sich im Fluxbag 150 Liter Luft erzeugen, der damit als Luftpumpe genutzt werden kann. Mit einem Investment von 130.000 Euro soll das Unternehmen nun größer werden. Geboten werden dafür zehn Prozent der Firmenanteile.

MySchleppApp
Eine digitale Alternative zum Pannenschutz von Automobilclubs haben Santosh Satschdeva (31) und Frank Heck (44) aus Köln auf den Weg gebracht. Mit ihrer MySchleppApp können Nutzer zu einem festgelegten Preis einen seriösen Abschleppdienst in der Nähe finden können. Das Start-up lockt damit, dass das günstiger ist, als jahrelang Clubbeiträge zu zahlen – denn statistisch gesehen nehme jeder Autofahrer nur zweimal in seinem Leben einen Abschleppdienst in Anspruch. Die Gründer erhoffen sich eine finanzielle Unterstützung von 100.000 Euro und bieten dafür zehn Prozent ihrer Firma.

Helga
Ein Start-up aus Berndorf in Niederösterreich hat einen ungewöhnlichen Limonadenersatz entwickelt: ein Erfrischungsgetränk auf Basis der Chlorella-Alge. Der Name „Helga“ steht für „healthy algae“. Das Gründertrio Anneliese Niederl-Schmiedinger (40), Renate Steger (34) und Ute Petritsch (43) spricht von einem „Superfood“ – die Getränke seien reich an Vitaminen, arm an Zucker und dennoch sehr nährstoffreich. Bei den TV-Investoren wollen die Gründerinnen 375.000 Euro einwerben und bieten dafür 15 Prozent der Firmenanteile.